Black Heart Adventskalender Tag 21 Lieblingsszene mit Tyros

🌟 in 🌟

Neun MAROKKO, 2018 TYROS

»Tyros?« Malika stürmt auf mich zu und fällt mir um den Hals. »Ich dachte, du wärst tot. Wieso bist du nicht zum Treffpunkt gekommen?« Ich vergrabe meine Nase in ihrem Haar und atme tief ein. Wie sehr ich mich darauf gefreut habe, sie endlich wieder im echten Leben zu berühren, wird mir erst jetzt klar. Und obwohl ich sie wenigstens im Traum noch länger halten würde, löse ich mich von ihr, um ihr zu erzählen, was geschehen ist. Die Zeit ist zu kostbar, um sie nicht mit Plänen zu füllen. Wenn alles gesagt ist, können wir den Traum immer noch genießen. Ihre Augen weiten sich erschrocken, als sie von meiner Misere erfährt. Sie verflucht Arifa auf Arabisch –zumindest denke ich das. Meine Arabisch-Kenntnisse haben in den letzten achtzehn Jahren arg nachgelassen.

»Du musst Moose kontaktieren«, erkläre ich ihr schließlich. »Aber du darfst ihm auf keinen Fall sagen, in welcher Beziehung wir zueinander stehen. Sag ihm einfach, du bist von Najam Ahmar und hast beobachtet, wie ich in Arifas Haus ging und nicht wieder hinauskam. Und dass ich dir gesagt hätte, du sollst ihn kontaktieren, wenn ich nicht wiederkomme.« Sie nickt bedächtig und lässt sich den Plan durch den Kopf gehen. »Wird er keinen Verdacht schöpfen?« »Wahrscheinlich schon«, gebe ich zu. »Aber Moose ist vertrauenswürdig. Er wird uns nicht verraten, bevor er nicht mit mir gesprochen hat.« »Okay.« Malika reibt sich übers Gesicht und setzt sich auf das Sitzkissen. »Was ist mit Junah?« Ich gehe vor ihr in den Schneidersitz und greife nach ihrer Hand. »Wir finden sie. Das verspreche ich dir.« Sie lächelt müde und schüttelt den Kopf. »Versprich nichts, was du nicht halten kannst«, ermahnt sie mich dann. »Sie ist jetzt schon über achtundvierzig Stunden verschwunden. Ich bin mir sicher, dass die Hexenjäger sie entführt haben.« »Das denke ich auch, sonst wäre sie …« Ich breche den Satz ab. »Wir finden sie«, wiederhole ich stattdessen zuversichtlicher, als ich mich fühle, und ziehe Malika an mich heran.

Sie bettet ihren Kopf an meiner Brust, und ich lausche eine Weile ihren ruhigen Atemzügen, bis diese unkontrollierter werden. Ich hebe den Blick und stelle fest, dass sie weint. Sie schaut zu Boden, beschämt über ihre Tränen und den Schmerz, der so greifbar ist. Ich wünschte, ich könnte ihn ihr nehmen. Ich wünschte, mein eigener Schmerz wäre nicht so übermächtig. Aber so kann ich ihn einfach nur mit ihr zusammen aushalten und ihr zeigen, dass ich sie nicht alleine lasse. »Meine süße Malika«, flüstere ich und hebe die Hände an ihre Wangen, um ihre Tränen zu trocknen. Bald löse ich sie mit meinen Lippen ab und erkunde ihre salzige Haut. An ihren Lippen mache ich Halt und atme tief ein. Sie legt ihre Stirn an meine. »Ich liebe dich«, haucht sie, bevor sie den Abstand zwischen uns schließt und mich küsst.

Ihre Lippen sind weich, ihre Zunge so süß wie in jeder Nacht. In meinem Herzen wächst die Sehnsucht danach, sie endlich wieder in meinen Armen zu halten und zu spüren. Im Vergleich zur Realität sind unsere gemeinsamen Träume nur ein schwacher Trost. Sie rutscht von ihrem Sitzkissen auf meinen Schoß und löst meinen Zopf, um ihre Hände in meinem Haar zu vergraben. Ich umfasse ihre Hüften und…lest es am Besten selbst 🤪

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