Wahrheit oder Pflicht

1. Gab es Agnes von Bärenfels wirklich?

 Agnes ist eine Sagengestalt, daher ist es ziemlich ungewiss, ob es sie gab. Da die Familie von Bärenfels aber sehr groß war und Agnes ein beliebter Frauenname zu der Zeit, ist es durchaus möglich, dass es eine Agnes von Bärenfels gab, vermutlich hat sie aber nicht die Erlebnisse der Sagengestalt geteilt.

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2. Gehörte die Burg Bärenfels wirklich einem Ritter Bärenfels?

 Ja, die Burg hieß zuvor „Steineck“ und wurde nach dem Beben in Basel 1356 von der Familie Bärenfels gekauft. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Familie dort dauerhaft gewohnt hat.

3. Hießen die Bürgermeister von Basel tatsächlich Bärenfels?

Ja, es gab eine lange Reihe von Schultheißen und später Bürgermeistern zu Basel, die der Familie Bärenfels entsprangen.

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4. Existierte Hans von Spelin?

Hans von Spelin wird Hans von Spanegge genannt, das ist abgeleitet von der Familie von Sponeck, die ihren Namen von der Burg Spanegg hat. Der Hans von Spanegge aus Agnes’ Geschichte aber ist erfunden und hat mit der echten Familie Sponeck gar nichts zu tun.

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5. Fand der Kreuzzug gegen Alexandria tatsächlich statt?

Der Kreuzzug gegen Alexandria wurde wie im Roman erwähnt von König Peter initiiert, Auch die Route ist exakt so verlaufen wie im Buch beschrieben: Von Venedig über Rhodos erst in Richtung Antalya und dann quer übers Mittelmeer nach Alexandria. Auch die Dauer stimmt, nur die Beteiligung der Ritter von Bärenfels ist eine Erfindung der Autorin, wobei es nicht ausgeschlossen ist, dass die Familie sich tatsächlich beteiligt hat.

 

6. Gab es Peter I. von Zypern?

Ja, über den König sind zahlreiche Aufzeichnungen erhalten, auch über seine Beteiligung und seinen Einfluss beim Kreuzzug gegen Alexandria.

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7. Gibt es den Felsen Wildenstein, wo Agnes Zuflucht gefunden hat, wirklich?

Der Felsen steht unzugänglich in der Schlucht des Wehratals, nicht einmal ein ordentlicher Wanderweg führt dorthin.

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8. Woher stammt die Idee zum Roman?

Zwar spielt die Sage als Grundlage eine gewisse Rolle, die tatsächliche Inspiration erfolgte aber durch ein Musikstück namens „Wildenstein“, das für ein symphonisches Blasorchester geschrieben wurde. Es stammt von Markus Götz. Die Autorin lernte es kennen und war so angetan, dass sie sich daraufhin näher über die Sage informierte und daraufhin die Idee zu der Geschichte hatte.

9. Würdest du in der Wildnis überleben?

Mach den großen Test: http://www.testedich.de/quiz54/quiz/1525024429/ueberlebst-du-in-der-Wildnis

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Weihnachtlicher Bloggerzauber Türchen Nummer 19

*Quietschend öffnet sich die Tür und ich stecke meinen Kopf durch*.

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Hallo ihr Lieben. Schön, dass ihr schon da seit. Die Weihnachtszeit ist meine, mit großem Abstand, liebste Zeit im Jahr. Ich liebe einfach alles daran. Die Deko, die Kekse, der Punsch – vor allem den Eierpunsch… Aber vor allem habe ich natürlich auch Filme die ich jährlich zu Weihnachten sehe und Lieder die ich hören muss. Denn ganz ehrlich? Sonst ist es einfach kein richtiges Weihnachten für mich.

Für mein heutiges Türchen habe ich euch deshalb meine Lieblings-Weihnachtssongs mitgebracht. Vielleicht mögt ihr mir dann sagen welche eure sind?

🎄 Lied Nummer 1 ist Marys Boy Child von Boney M. Ich finde es einfach großartig und höre es in der Weihnachtszeit rauf und runter. Anhören könnt ihr es hier: https://youtu.be/hxm1FlLSfe4<<<<<<
ummer 2 ist Stille Nacht, heilige Nacht. In dieser Version singt es Helene Fischer live aus der Hofburg in Wien. Und ich finde es einfach wunderschön. Anhören könnt ihr es hier: https://youtu.be/ohhXZtgO3J8<<<<
d Nummer 3 ist Little Drummer Boy. Hier in einer sehr eigenwilligen Version von Pentatonix. Ich finde sie haben das wirklich sehr schön interpretiert, wobei sie es gelegentlich für mich ein wenig übertreiben. Anhören könnt ihr es hier:

https://youtu.be/qJ_MGWio-vc 🎄 Lied Nummer 4 ist Es wird scho glei dumper. Hier in einer wirklich berührenden Version von Claudia Koreck. Ich liebe dieses Lied schon seit meiner Jugend. Anhören könnt ihr es hier: Klick 🎄 Lied Nummer 5 ist Let it Snow! Let it Snow! Let it Snow! Hier gibt es ja sehr viele Versionen des Liedes, aber meine Liebste ist die von Dean Martin. Anhören könnt ihr es hier: Klick 🎄 Lied Nummer 6 ist Have yourself a merry little Christmas gesungen von einem der größten Künstler die ich kennen. Frank Sinatra. Anhören könnt ihr es hier: https://youtu.be/BtUK4AyHeTw
ist Frosty the Snowman gesungen von einer weiteren großartigen Künstlerin die ich sehr verehre. Ella Fitzgerald. Anhören könnt ihr es hier: https://youtu.be/FcLQFkrxgEo
er 8 ist Jingle Bells in der Orginial Version. Denn sie ist die Beste überhaupt. Anhören könnt ihr es hier: https://youtu.be/3PgNPc-iFW8
Nummer 9 ist ein traditionelles Anklöpfl Lied. Ich liebe ja die Anklöpfler die bei uns in der Weihnachtszeit nicht fehlen dürfen. Wo sind den heut die Schafersbuam gesungen von den original Stoabergern mit Freund. Anhören könnt ihr es hier: https://youtu.be/IsezESiKWrE
🎄
d Nummer 10 ist noch eins meiner liebsten Kinderlieder. Oh du fröhliche singen wir jedes Jahr unter dem Christbaum, genau wie Stille Nacht. Anhören könnt ihr es hier: https://youtu.be/u3wcfsBMu3A

So ihr Lieben. Ich hoffe meine Liedauswahl gefällt euch. Ich habe bewusst Lieder gewählt die ich leider viel zu selten irgendwo höre. Ich wünsche euch noch schöne, besinnliche und stressfreie Tage bis zum Weihnachtsfest 

Liv Keen stellt sich meinen Fragen…

Wie gesagt habe ich es Liv nicht leicht gemacht. Denn ich wollte ein bisschen mehr von ihr wissen als die Dinge die in ihrer Autoren Vita stet. Denn mir ist es wichtig, dass ihr die liebe Liv etwas besser kennenlernt.
Also hab ich als erstes mit ihr Kiss, Marry, Kill gespielt…

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So meine Liebe hands down and tell me your secrets 😜. Wen würdest du küssen, heiraten und töten??
💋 Küssen würde ich Roth aus Dark Elements,
💍heiraten würde ich Jon Snow aus Das Lied von Eis und Feuer und
☠️ Töten würde ich Edward aus Biss.
(Sorry, Eddy! ;))

Und ja damit die arme Liv nicht traurig sein muss, wenn sie einen ihren Protagonisten tötet, haben wir uns auf andere Protagonisten geeinigt. Als nächstes musste Liv einige Entscheidungsfragen beantworten…

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This or that

Städteurlaub oder Cluburlaub ❌?
Kaffee oder Tee ❌?
Serien oder Filme ❌?
Cover ❌ oder Klappentext?
Songtext ❌ oder Melodie?
Pizza oder Sushi ❌?
Hund oder Katze? ‼️Da kann ich mich unmöglich entscheiden. Ich liebe alle meine Fellnasen‼️
Liebesroman oder Thriller ❌?
Liebe oder Erfolg ❌?
Abenteuerurlaub ❌ oder Entspannungsurlaub?
Wein oder Bier? ‼️Caipirinha‼️
Ich Perspektive oder dritte Person? ‼️Seit neuestem beides‼️

Auch diese Runde hat Liv wirklich gut gemeistert. Da ich sie nicht länger als nötig quälen will, ich aber einfach zu neugierig bin, musste ich ihr noch zwei Fragen stellen,  weil sie mich brennend interessieren 🙈🙊…
Was würden Dante und Lee mir wohl darüber  sagen wie es ist mit dir zusammen zu arbeiten?
💋 Diese Frau weiß was sie will und hat uns hart ran genommen. 😉 Manchmal hatten wir keine Ahnung was sie von uns will, weil sie vor lauter Koffein leicht irre Momente durchlebt hatte. Dennoch war sie die meiste zeit recht liebenswürdig, auch wenn sie oft undamenhaft geflucht hat.

Was mögen Faye Ressa und Haley an dir besonders:
💋 Meine ironische Art über Männer herzuziehen, würden sie sagen. Regelmäßig habe ich mit den Augen gerollt, wenn die Kerle sich wieder selten dämlich angestellt haben, wie z.B. Reesa Geld auf den Nachtisch zu legen, nachdem man die Nacht miteinander verbracht hatte, nicht wahr Lee? *schnaub*

😏 Da bin ich ganz bei den Mädels. Muss auch oft lachen, wenn du, Liv, private Begebenheiten postest, auch mit dieer ironischen Art. Genial…  😏

Autorenvita Kathrin Lichters und Liv Keen

Kathrin Lichters wurde 1986 in einer Kleinstadt im Rheinland geboren und wuchs dort in einer großen, chaotischen und etwas verrückten Patchworkfamilie auf. Schon als sie ein kleines Mädchen war, versorgte ihre unkonventionelle Uroma sie mit etlichem Lesestoff und erfand mit ihr lustige Geschichten. Ihre große Liebe ist, wie es der Zufall so will, auch ihr bester Freund, mit dem sie eine kleine Familie gegründet hat. Neben ihrem kleinen Sohn, der sich ausschließlich Bücher von seinem Vater vorlesen lassen will, gehören noch ein Hund, zwei Katzen zu ihrer Familie und hoffentlich bald eine Schildkröte mit dem Namen Pebbles.

Die Fantasy Romance Trilogie ‚Dark Ages‘ ist in Eigenregie bereits 2014 erschienen.
Ihr Debütroman ‚Sandkasten-Groupie‘ und die beiden dazugehörigen Fortsetzungen kamen 2015 neu, und wie aus dem Ei gepellt unter anderem Namen ‚Backstage-love – Unendlich nah, – Für immer vertraut und – Kopfüber verliebt‘ im Feelings-Programm vom Droemer Knaur Verlag. Zuletzt wurde eine weitere Liebesroman-Reihe unter dem Namen „Carhill-Sisters“ bei Feelings veröffentlicht, von der der vierte Teil im Januar 2017 publiziert wird.

Weitere Bücher von Kathrin Lichters:
💜 Dark Ages – Prinzessin der Feen
💜 Dark Ages – Königin der Feen
💜 Dark Ages – Kriegerin der Feen

💙 Backstage Love – Unendlich nah
💙 Backstage Love – Für immer vertraut
💙 Backstage Love – Kopfüber verliebt

❤️ Carhill Sisters – Emily und Jake
❤️ Carhill-Sisters – Lucy & Darrell
❤️ Carhill Sisters – Mary & Jamie
❤️ Carhill Sisters – Amy & Sam

Unter dem Pseudonym Liv Keen brachte sie ihren Band des Gemeinschaftsprojekts ‚NY Millionaires Club – Adam‘ mit zwei Kolleginnen im Self-Publishing heraus.

Was sind die Unterschiede zwischen Kathrin Lichters und Liv Keen:               Der größte Unterschied zwischen Kathrin und Liv war bislang, dass Kathrin jugendfrei schreibt (Dark Ages Trilogie) und Liv in ihren Millionärsstorys mehr erotische Details preisgibt. Man sagt aber beiden nach, dass sie die Jane Austen – Versionen der Erotikszenen schreiben, weswegen sie sich zukünftig nur noch in der Veröffentlichungsart unterscheiden werden. Kathrin schreibt für die Verlage, während Liv sich ganz dem Self-Publishing widmet.

Weitere Bücher von Liv Keen in der The Millionaires Club Reihe:

❤️ N.Y. Millionaires Club  Adam

💙 Miami Millionaires Club Dante

💛 Las Vegas Millionaires Club Lee

 

Kathrin sagt über sich: Ich bin …
•älter, als ich mich fühle (ich werde eine Zahl, die nicht genannt werden darf) •patchworkfamilienerprobt •unfreiwillig komisch
•Harry Potter-Fangirl •büchervernarrt •katzen – und hundeverliebt •Serienjunkie •Hybridautorin (nein, kein Auto ;))
•Antiheldin meines Alltags (zieht einem Kind mal Strumpfhosen an, wenn ihr gerade am Telefon seid und eine E-Mail an den Verlag schickt :o) •loyal •aber nachtragend •süchtig nach Pasta (leider … :/) •häufig verwirrt •kaffee- und kusssüchtig (ganz besonders nach den richtig Guten!) •schüchtern •völlig orientierungslos (setzt mich irgendwo aus, wenn ihr mich loswerden wollt) •schusselig •caipirinha-versessen
•zu winzig für die höchsten Regale in Buchhandlungen •glücklich verheiratet mit einem großen Mann (der mir all diese Bücher gibt ;)) •chaotisch •wörterbesessen •mit einem Mutter-Theresa-Gen ausgestattet
•die schrecklichste Sängerin und Tänzerin, die das Land je gesehen hat (absolut kein Rhythmusgefühl vorhanden) •disneybegeistert •harmoniesüchtig •regelmäßig neu verliebt in meine Book Boyfriends •Gutmensch •Wintermädchen •tattoobegeistert •stolze Mama und Autorin

Unterschiede zwischen Efesans und Revestans

 

Ich darf euch nun die Unterschiede zwischen den Efesan und den Revestan Sykthen näherbringen. Diese Gruppierungen fand ich im Buch schon sehr spannend, da die Skythen einst beiden Göttern, Efesan und Revestan, zusammen dienten. Ein Verrat zwischen den beiden Göttern führte aber zur Aufspaltung der Skythen und ihre Entwicklungen nahmen einen sehr unterschiedlichen Lauf.

Efesans:
Sie folgen dem alten Kodex, ihre Feindinnen die Amazonen zu finden und zu zerstören. Sie sind militärisch aufgebaut und Dimon Belladom ist der Oberbefehlshaber und momentaner Herrscher der Skythen.

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Stille lag über dem prallgefüllten Hauptsaal der Skythenakademie. Auf dem Podium wanderte Dimon langsam an den aufgereihten Soldaten aus Wolfs Eliteeinheit, die vor einigen Stunden noch blutbespritzt, schweißnass und abgekämpft gewesen waren, entlang und klopfte jedem einzelnen der Krieger auf die Schulter. Vor einem nach dem anderen blieb er stehen, sah ihm in die Eisaugen und lobte ihn für diesen Schachzug. Dann kam er bei dem Mann an, der den Einsatz gegen die Basukas geleitet hatte: Wolfs.
Dimon nickte seinem Freund kurz zu und ließ dann seinen Blick durch die Haupthalle streichen. Die geladenen Mannschaften waren gekommen: Jeder einzelne Platz auf den Stahlbänken war besetzt, Schulter an Schulter saßen seine uniformierten Soldaten da und bildeten die undurchdringliche Wand, die nun auch das Basuka-Pack zu Fall gebracht hatte.
Dann wandte Dimon sich wieder Wolfs zu. „Dein Platz in Valees ist sicher“, beteuerte er seinem Freund und zog das Gefühl des Triumphes, das sein Soldat ihm beschert hatte, tief in sich hinein
.
Und dann folgte er einem Impuls, nahm Wolfs Wangen in die Hände und küsste seine Stirn. Mit dieser extremen Geste löste er einen kleinen Tumult in den Reihen der Anwesenden aus und auch Wolfs sah ihn völlig entgeistert aus seinen dunkelbraunen Augen an.
„Ich wollte es so“, wisperte Dimon ihm zu und wandte sich dann an die Menge: „Ich bin euer von Efesan gewählter Herr.“ Die Skythen beruhigten sich langsam wieder und die meisten nickten, senkten ihre Köpfe und zollten ihm damit ihren Respekt. „Ich konnte meinem Gott endlich wieder eine riesige Opfergabe bereiten: Das Basuka-Corps ist ausgelöscht!“
Applaus und grimmiges Knurren erfüllte den Hauptsaal.
„Doch dies war nur möglich, weil ich einen meiner besten Soldaten entsenden konnte.“ Er legte Wolfs eine Hand auf die Schulter. Sollte er einmal nicht mehr da sein, musste sich der
Rest der Skythenschaft daran erinnern, wie groß Wolfs‘ Nutzen war. Denn vielleicht käme als nächstes ein weniger toleranter Herr an die Macht, der die Vorlieben von Wolfs nicht mit einem Blinzeln übersah.
Sein Blick traf den Blick seines Soldaten und plötzlich schien dieser zu verstehen, dass Dimon durch sein ungewöhnliches Verhalten einen Schutzschild für ihn errichtete. Dankbarkeit huschte über das Gesicht des schwarzhäutigen, talentierten Soldaten.
Dimon schaute durch die Reihen. „Die Basukas waren eine der wichtigsten und gefährlichsten Amazonen-Dynastien der Welt und nun ist es unter meiner Herrschaft gelungen, sie zu finden und zu schwächen.“
Dann traf er auf Hanters Anblick und blieb am attraktiven, gutmütigen Gesicht seines Freundes eine Zeit lang hängen. „Die Umstände des Aufspürens der Basukas war merkwürdig und kurze Zeit haben wir es für eine Falle gehalten. Aber dann konnten wir sie tatsächlich in ihrem eigenen Heim beobachten. Und schließlich angreifen!“
Wieder brandete Applaus und einstimmiges Knurren auf.
Basuka hat sich unter ihren Schwestern offensichtlich Feinde gemacht, dachte Dimon, denn der entscheidende Hinweis auf den Unterschlupf des Basuka-Corps war von Amazonenseite gekommen … Und ihre Frau hat dafür bezahlt.
Dimon erhob seine Stimme durchdringend gegen das Knurren: „Wolfs hatte Basukas wichtigsten Schatz getötet. Burn, Basukas Partnerin, liegt in unserer Akademie, in unseren Katakomben. Und bald werden unsere Novizen sie benutzen, um das Wichtigste über unseren Feind zu lernen.“
„Für Efesan!“, rief ein Skythe im Publikum und löste einen Freudensturm aus.
Ein paar Sekunden lang ließ Dimon seine Soldaten noch jubeln, aber dann schob er Wolfs noch einmal ein Stück nach vorne an
den Rand des Podiums. „Es ist aber nicht Burns Körper, den Wolfs als wichtigsten Triumph mitgebracht hat, sondern den Geist der Amazone Keesha!“
Basukas Tochter Keesha war eine Legende unter den Skythen, weil sie es fertiggebracht hatte, jahrelang bei ihnen in Gefangenschaft zu überleben. Außerdem war ihr daraufhin eine spektakuläre Flucht gelungen und war somit die erste Amazone, die ihrer gerechten Strafe jemals entkommen war.
„Die Gerüchte und Sagen, die sich um Keesha ranken, könnten viele Stunden füllen“, rief Dimon aus. „Aber nun wird sich niemand mehr ihrer Geschichte annehmen. Denn jetzt werden die Erzählungen über sie enden! Denn ich, Dimon Belladram, habe sie wieder einfangen lassen!“
Dimon klopfte noch einmal Wolfs Schulter und verließ dann eilig die Haupthalle, wo er seinen Soldaten die Möglichkeit gab, ohne ihren Herren den Sieg über die Basukas zu feiern.
Erst war er allein, aber dann spürte er, dass Hanter und Wolfs ihm auf den Fersen waren. Offenbar war er zu berechenbar, denn seine beiden Freunde hatten keine Mühe damit gehabt, den richtigen Weg einzuschlagen, um ihm zu folgen.
Keesha mit eigenen Augen sehen. Der Gedanke rauschte immer wieder durch seinen Kopf. Sehen, ob sie wirklich nicht spricht.
Man sagte, dass Basukas Tochter in all den Jahren ihrer Gefangenschaft niemals ein Wort verloren hatte. Dimon rieb sich die Hände, er würde sofort erkennen, wenn sie Stummheit oder Unverständnis vortäuschte. Er hatte seine Methoden, um dies herauszufinden. Doch zuvor würde er einen Blick auf Basukas größten Rückschlag werfen
.
(Leseprobe Vayas Töchter 2 „Amazonen Allianz“ von Lara Kahleborn)

Revestans:
Diese sind eine Splittergruppe der Skythen, die sich dem Urrtümlichen des Reitervolks verschrieben hat. Sie sehen in den Efesans die Verkrüppelung der Freiheit, die die Skythen einst in sich trugen. Sie wollen ganz neue Pfade beschreiten, auch wenn dies nur zusammen mit den Amazonen möglich ist. Dies wurde dem Stamm von einer Hebamme weisgesagt.
Sie leben als Stamm zusammen mit einem Alvaar (sozusagen der Häuptling des Stammes). Ihr Stamm wird unterteilt in die vier Winde.

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Sisu konnte dem Initiationsritus von Quilla nicht mit ganzer Aufmerksamkeit folgen, aber die Skythin in ihre spürte, dass in diesem Augenblick etwas Wundersames für ihren Stamm passierte: Quilla war eine außergewöhnliche Frau und wirklich jeder schätzte sie für ihre mitfühlende, empathische Art. Schon früh hatte sie gezeigt, dass sie gut zuhören konnte und trotz ihres geringen Alters eine Weisheit besaß, die manche Hebamme und manchen Alvaar in den Schatten stellen konnte. Sisu wusste, dass Quilla unter den anderen Kindern beliebt gewesen war, weil ihre Sanftheit Frieden verbreitet hatte, und auch Sisu hatte die in der letzten Nacht erwachsen gewordene Skythin immer als aufbauend und erhebend empfunden. Quilla erschuf Dinge, ließ sie wachsen. Es wunderte Sisu keinen Lidschlag, dass sich die junge Frau als Gärtnerin entpuppt hatte.
Es ist ihr Wesen, dachte Sisu und
verschwendete keinen Gedanken an ihre eigene Fähigkeit, zu zerstören. Quilla wird den Stamm gedeihen lassen.
Dieses Wissen beruhigte sie in der tiefsten Tiefe ihrer Kriegerinnenseele, denn was Sisu vorhatte, barg kein Leben in sich. Stattdessen war ihr Entschluss gezeichnet mit der Signatur des Sterbens. Was die Spinnenfrau hinter sich zurückließ, stank nach Verwesung und Sisu würde genau dieser Spur folgen, um die Entbehrungen ihrer Familie endlich zu rechtfertigen: Den Tod ihrer Mutter, die Einsamkeit ihres Vaters, den Verlust ihrer Schwester …
Das alles musste am Ende einen Sinn haben. Verzweifelte Hoffnung auf Gerechtigkeit erfasste sie und bald schon drohten die unerbittlichen Stürme ihres Ehrgeizes, ihres
Beschützerinstinktes und ihres Mutes sich zusammen zu schließen und sie zu zerreißen. Doch kurz bevor dies geschehen konnte, griffen drei Kraftquellen nach ihr, bekamen sie zu fassen, zogen sie zurück auf die Erde und retteten sie. Sisu schloss die Augen und genoss in einem Moment purer Dankbarkeit, dass sie einer der vier Winde dieses Stammes war.
Und als sie sich wieder ganz gefangen hatte, öffnete sie die Augen und suchte im Schein des großen Feuers nach ihren drei Rettern. Zuerst sah sie Cal. Der Nordwind stand wie eine stolze Birke, schlank, hochgewachsen, mit weißblondem Haar und den Zeichen des Nordens auf der Haut zwischen seinen Kriegern und schaute mit seinen kalt-grauen Augen zurück. Er nickte ihr einmal zu und Sisu spürte eine Welle der Zuneigung aus Norden nahen. Sie lächelte und entdeckte Bluth. Vielmehr sah sie zuerst nur die Rauchwolke: Über den Ost-Kriegern hing eine Schwade aus würzigem Tabak, aus der der Ostwind
schließlich herausausschlenderte. Mit einem breiten Grinsen auf dem vollkommen orangefarben angestrichenen Gesicht zwinkerte er ihr zu. Sisu sandte ihm ihre Dankbarkeit und kaum davon erfasst, verschwand der Ostwind wieder zwischen den Leuten seiner Windrichtung.
Heftige Vorfreude ergriff Sisu. Jetzt fehlte nur noch einer im Bunde. Er.
Westwind, flüsterte sie ergriffen.
Sisu, wisperte er zurück.
Und schon erblickte sie ihn. Zu Beginn des Initiationsritus hatte der Westwind wie all seine Krieger auch die grünen, festlichen Tücher auf seinem unbeschreiblich attraktiven Körper getragen, doch nun bedeckte ihn kaum noch ein Fetzen Stoff. Yeromin lag wie ein junger Gott unter den hell funkelnden Sternen und vertrieb sich die Wartezeit bis zu Quillas Auftauchen auf Skythenart. Sisu hätte nicht zuordnen können, wem die liebkosenden Hände auf dem wunderschönen Kriegerleib des Westwindes gehörten, aber sie fragte es sich auch nicht. Vielmehr genoss sie diesen Anblick, der alles in sich trug, was diesen Stamm ausmachte: Gemeinschaft und
Zusammengehörigkeit, Energie und Leidenschaft.
Wir sind stark, dachte Sisu, als der Westwind sich langsam zum Sitzen aufrichtete und in der Menge ihrer Krieger nach ihr suchte.
Erst versteckte sie sich noch vor seinem Blick, aber dann ließ sie sich von ihm entdecken. Von ihm. Nur von ihm.

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Yeromin, rief sie seinen Namen in eine Böe ihrer Macht hinein.
Er wollte sich schon von den Händen und Mündern auf sich lösen, doch das wollte Sisu nicht.
Bleib!, sagte sie rasch.
Sie wollte, dass ihr geliebter Westwind dieses Fest ganz auskostete, denn am Ende dieser Nacht stand eine Offenbarung, die ihn bitter treffen würde. Unabänderlich würde es ein Ade geben. Und sie würde es aussprechen. Weil sie musste.

(Leseprobe Vayas Töchter 2 „Amazonen Allianz“ von Lara Kahleborn).

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Da Sisu die Tochter des Alvaar und der Südwind ist, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht die Amazonen bzw. Emilia zu finden. Sie lässt Yeromin zurück, obwohl sie sich lieben und Zamza ( ihre Bezeichnung für Lebensgefährten, Seelenverwandte) sind.

Protainterview zu Vayas Töchter – Emilias Gift von Lara Kalenborn

Ich komme in Essen an und bin wie immer etwas schockiert, wie verändert es im Vergleich zu früher aussieht. Aber ich dachte mir, ein solches Interview, wie ich es am heutigen Tag führen möchte, ist vielleicht in einem Krankenhaus, auf sozusagen neutralem Boden, besser als woanders.
Die Tür geht auf und Liliana kommt mir freudestrahlend entgegen. Wir umarmen uns lange, bevor sie mich in ein ehemaliges Sitzungszimmer führt. Dort steht mit dem Rücken zu mir ein Mann. Dies muss Tom Marillo sein. Bevor ich mich mit ihm bekanntmachen kann, ertönen von außen hastige Schritte und zwei Frauen betreten den Raum. Die eine etwas kleiner mit schwarzen Haaren, während die Andere wunderschöne, blonde Locken hat. Aber Beiden haftet eine überirdische Schönheit der Amazonen an. Gut, dann sind wir also komplett …
Nachdem wir uns gesetzt haben, zaubert Liliana sogar ein paar Gläser geflitertes Wasser hervor bevor sie das Zimmer verlässt.

Ingrid: „Vielen Dank, dass ihr euch heute Zeit für mich nehmt, aber wie ihr euch denken könnt, sind viele sehr neugierig darauf, euch kennen zu lernen. Könntet ihr euch kurz vorstellen?“
Tom: Hallo Ingrid, vielen Dank, dass du den Weg nach Essen auf dich genommen hast. Mein Name ist Tom. Ich denke, Liliana hat dir schon von uns erzählt.“ Er deutet zu den beiden Frauen.
Die Schwarzhaarige legt ihren Kopf etwas schräg, als sie mich nun aus ihren Eulenaugen taxiert und dann sagt sie mit sehr ruhiger und freundlicher Stimme: „Du bist also Ingrid. Schön dich endlich kennenzulernen. Mein Name ist …“ Sie stockt etwas und die Blondgelockte kommt ihr zu Hilfe.
„Das ist Emilia und sie wird die Welt verändern!“ Sie steht noch einmal mit einem kraftvollen Satz auf und reicht mir die Hand. „Ich bin übrigens Fabel.“

Ingrid: „Fabel, wenn es dir recht ist, beginne ich auch gleich mit dir. Wie kam es dazu, dass du eine Amazone wurdest?
Fabel wird etwas blass um die Nase und wirft Tom und Emilia einen Seitenblick zu. Doch dann, als Tom ihr aufmunternd zunickt und Emilia ihre Hand ergreift und festhält, richtet Fabel sich zu voller Größe auf und sagt: „Ich hatte eine schwere Kollision mit einem Auto. Meine Erschafferin, Superba, fand mich und hielt es für die bessere Wahl, mich zur Amazone zu machen, anstatt mich sterben zu lassen.“
Ingrid: „Und du siehst das anders?
Diesmal meldet Emilia sich: „Amazone zu werden, ist mit tiefen Einschnitten ins Leben verbunden. Danach ist nichts mehr, wie es war, und Fabel und ich mussten uns erst damit zurechtfinden. Heute können wir auch die guten Seiten unserer Wandlung sehen.“                        Die beiden Amazonen tauschen einen Blick, der mir sehr intensiv vorkommt und ganz hastig schaue ich zu Tom hinüber, der mich wissend anlächelt.

Ingrid: „Tom, was waren deine Gedanken, als du Fabel das erste Mal gesehen hast?“
Der junge Mediziner lächelt nun breiter, lehnt sich in seinem Stuhl zurück und verschränkt die Arme hinterm Kopf. „Ich habe sie bewundert – bis sie mich k.o. geschlagen hat. Als ich in ihrer Welt wieder zu mir kam, wusste ich nach ein, zwei gewechselten Sätzen: Sie ist es.“

Ingrid: „Und woran hast du das festgemacht?“ Ich werfe Fabel einen raschen Blick zu und frage mich, ob Tom nun ihr göttinnengleiches Gesicht oder ihre unendlich langen Beine anspricht.
Tom: „An ihrer Art, zu sprechen. Klare Befehlsform. Das hat sich seitdem nicht geändert.“
Auch hier fliegen einige Blicke hin und her, die es in sich haben, und ich wende mich wieder schnell der nächsten Frage zu:

Ingrid: „Emilia, du bist ja Toxikologin. Wie bist du zu dem Beruf gekommen und was fasziniert dich daran so?“
Emilia bekommt ein Glänzen in den Augen und mir fällt auf, dass ihre Iris doch nicht einfach tief schwarz ist, wie ich zuerst dachte, sondern in verschiedensten Facetten glänzt. Ziemlich schön, denke ich versunken und werde erst von Emilias Stimme aus dem Blick der Amazone gerissen.
Emilia: „Die besondere Natur von Giften hat mich schon immer fasziniert. Bis zu welcher Dosis ist ein Gift ein Heilmittel oder ein Rauschmittel? Ab welcher Menge wird es zerstörerisch? Ab welcher Dosis entfaltet es seine ganze Kraft und tötet?“
Mir läuft ein Schauer über den Rücken, denn ich weiß, dass Emilia ein unbeschreiblich gefährliches Gift entwickelt hat.Und Emilia wie kam es zu deinem Studium? Du warst noch an der alten Universität der Stadt immatrikuliert, richtig?“
Emilia: „Ja! Ich habe es dort wirklich genossen, denn es war eine Ablenkung von der Welt, die langsam, aber sicher zu Grunde gerichtet wurde. Sehen wir uns doch nur mal um …“ Sie macht eine alles umfassende Geste und ihr Blick verliert sich im Raum. Doch dann schaut sie wieder auf und fesselt mich erneut mit ihren Augen. „Meine Eltern hatten eine Stiftung gegründet, die jungen Forschergeistern ein Studium sichern sollte. Ich war aufgrund meiner Leistungen Teil dieses Programms.“

Ingrid: „Fabel, ich weiß, das du Schwierigkeiten mit deinem Leben und vor allem mit Superba als Hani hast. Wäre es nicht möglich, zu Basuka zu wechseln?“
Fabel lacht herzlich, bevor sie mir mit einem Kopfschütteln antwortet: „Niemand verlässt seine Hani!“
Doch Tom flüstert leise von der Seite: „Außer man heißt Emilia.“
Mein Blick huscht zu der Dunkelhaarigen, die gerade ihren Kopf hin und her wiegt. Emilia: „Es war auch für mich eine Herausforderung, mich von meiner Erschafferin abzuwenden. Aber es gibt bei mir gewisse Gründe, die es schlussendlich ermöglicht haben. Das konnte Fabel nicht: Rein physisch hätte es sie vernichtet, Superba zu verlassen.“

Ingrid: „Tom was genau haben Liliana und du hier gemacht? Oder besser gesagt, auf welchem Gebiet forschst du?“
Mir fällt auf, dass der junge Mediziner Fabels Gesichtsausdruck prüft, bevor er mir antwortet: „Liliana und ich kennen uns seit Beginn des Studiums und als wir unseren Abschluss in der Tasche gehabt haben, waren wir beste Freunde geworden. Es hat nur noch ein Krankenhaus im Ruhrgebiet gegeben, sodass wir uns dann nicht trennen mussten. Schon vor meinem Studium hatte ich Interesse für mein Forschungsgebiet entwickelt, die mors-subita-Toten. Denn im Gebiet meines Bruders Lenan tauchten immer wieder Leichen von Männern auf, mit deren Tod wir nichts zu tun hatten. Ich habe dann irgendwann herausgefunden, dass es dieses Phänomen, dass keine Todesursache zu belegen ist, schon seit Jahrhunderten gibt. Ich habe mich dem Geheimnis ganz verschrieben und durfte neben den Tätigkeiten in der Notaufnahme an der Lösung forschen.“

Ingrid: „Emilia, du musstest ja mit einigen Dingen fertigwerden. Das hast du eigentlich recht gut gemeistert. Aber was vermisst du an deinem alten Leben am meisten?“
Emilia schlägt die Augen nieder und sieht plötzlich sehr verletzlich aus. „Dimon. Seine Nähe und seine Zuneigung.“
Diesmal ergreift Fabel Emilias Hand und ich bin mir sicher, sehen zu können, wie die Dunkelhaarige sich dadurch mit jedem Atemzug wieder aufrichtet.

Ingrid: „Fabel, glaubst du es wird jemals Frieden zwischen Amazonen und Skythen geben? Und was würde sich für dich dann ändern?“
„Der Hass sitzt tief, wurde von Generation zu Generation vererbt. Bevor es Frieden geben könnte, müssten alle Beteiligten die Vergangenheit vergessen. Ob wir dazu fähig sein werden? Ich weiß es nicht …“ Sie schüttelt etwas den Kopf, sodass ihre Locken einen süßlich, blumigen Duft verströmen. „Für mich würde sich nicht viel verändern. Die Skythen gehören nur als Feinde zu meinem Leben. Vielleicht würde ich dann etwas weitere Touren mit meinem Auto machen.“

Ingrid: „Tom, was denkst du, hält die Zukunft für dich bereit? Was wünschst du dir?
„Ich will so viele Fragen endlich klären. Meine Forschungen gehen mittlerweile in so viele verschiedene Richtungen, dass ich wohl mehrere Versionen meiner Zukunft brauche, um alle Antworten zu finden.“ Dann schluckt er und fügt etwas leiser hinzu. „Dann wäre da noch Lenan. Ich würde mir wünschen, meinen Bruder irgendwann wieder zu sehen.“

Ingrid: Emilia, du hast ja aus deinem damaligen Wohnort nur deine Spinne mitgenommen, die du auch nach dir benannt hast. Was verbindet dich gerade mit ihr und warum hast du jahrelang an dir selbst Versuche mit ihrem Gift vorgenommen? Was erhoffst du dir von diesen Versuchen?“
„Meine Avicularia Emilia ist mein letztes Meisterwerk. Ich befürchte, ich werde nie wieder die Chance erhalten, ein Hyper-Tox-Wesen zu erschaffen und so ist meine Spinne die letzte Bastion meiner geliebten Toxikologie. Die Versuche sind daraus entstanden, dass meine hochgiftigen Tiere für mich keine Bedrohung darstellen sollten. Der einzig logische Weg dorthin war für mich nur eine Immunisierung.“

Ingrid: Fabel, ich bewundere an dir sehr, wie du im Gegensatz zu einigen anderen von euch Amazonen noch dein Gewissen und deine Menschlichkeit bewahren konntest. Gab es nie einen Punkt, an dem du dir gewünscht hättest, so wie die Anderen zu sein. Glücklich und zufrieden mit dem Leben das du nun hast?“
Fabel schließt kurz die Augen und sagt dann: „Ich habe es mir schon tausend Mal gewünscht. Einfach, um einmal wieder glücklich mit mir und meinem Leben zu sein. Aber im selben Augenblick denke ich dann an meine Brüder … Wenn ich wie meine Schwestern geworden wäre, hätten meine Brüder das vielleicht nicht überlebt. Und dann wäre alles vorbei.“
In diesem Augenblick kommt Liliana wieder herein und flüstert Tom etwas ins Ohr. Sofort springt er auf und verlässt zusammen mit Liliana das Sitzungszimmer. Ich versuche, mich von der Eile nicht ablenken zu lassen – wann hat man schon einmal echte Amazonen vor sich sitzen?! – und stelle meine letzten Fragen.

Ingrid: „Emilia, du hast großen Mut bewiesen als du deinen Sohn zu Dimon gebracht hast, weil du ihn nicht behalten konntest. Bereust du diesen Entschluss?“
„Es fühlt sich an, als hätte mir jemand das Herz entnommen, es dreimal geteilt und nur ein Stück wieder eingesetzt. Die anderen Teile sind bei meinem Mann und meinen Kind geblieben. Aber bereuen?“ Sie lacht leise. „Nein. Ich hätte meinen Sohn wahrscheinlich getötet, wenn er bei mir geblieben wäre. Wie hätte sich mein Herz dann angefühlt? Es geht mir da wie Fabel mit ihren Brüdern. Ich hätte es nicht ertragen.“

Ingrid: „Fabel, dich und Emilia verbindet vieles, denkst du wenn sie zeitgleich mit dir eine Amazone geworden wäre, hättest du dich dann weniger einsam gefühlt?“
„Definitiv“, die beiden lächeln sich in stillen Einvernehmen an. „Wenn Emilia mir sofort Alternativen gezeigt hätte, dann wäre ich vielleicht glücklicher geworden und hätte mich nicht vor meinen eigenen Bakis zurückgezogen.“

Ingrid: „So ich denke ich habe euch genug Zeit gestohlen. Aber ich danke euch, dass ihr mir einen kleinen Teil meiner Fragen beantwortet habt. Abschließend würde ich von euch gerne wissen, wie es nun für euch weitergeht? Wohin führt euch der Weg nachdem ihr das Krankenhaus verlasst?“
Fabel nickt zur Tür. „Tom hat eine alte Bekannte, die in den Kampf gegen die Wassermogule verwickelt ist und angeblich seherische Fähigkeiten hat. Vielleicht kann sie uns ein paar Antworten zum Aufenthaltsort von Carmill, unserer Königin geben.“
Fabel verlässt schon den Raum, während Emilia noch einmal mit ihrem fesselnden Blick auf mich zukommt und sagt: „Danke, dass du dir Zeit genommen hast, um die Lebensgeschichte und Gefühlswelt einer Amazone zu erforschen. Diesen Mut bringen nicht viele auf. Vaya schütze dich, Ingrid.“

 

Rezension zu Vayas Töchter – Emilias Gift von Lara Kalenborn

Das Cover finde ich bei diesem Buch wunderschön. Die verschiedenen ineinander übergehenden Farben und die Schrift sind wirklich ein Eyecatcher. Auch der Klappentext machte mich neugierig auf das Buch.

Erster Absatz: „Fabel Sonnenstein spürte die Kälte auf ihrer Haut, aber ihr vor Kraft strotzender Körper schützte sie vor den eisigen Januarwinden, die schon seit Tagen durch das Ruhrgebiet fegten. Obwohl sie nichts als eine zerfranste Jeans, Sneakers und ein dünnes Darkwing-T-Shirt mit aufgedruckter Schildkröte trug, glühte ihr Inneres warm“.

Auszug aus: Kalenborn, Lara. „Emilias Gift.“ iBooks.
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Anfangs hatte ich zwar leichte Schwierigkeiten in das Buch zu finden, aber nach dem ersten Kapitel tauchte ich vollständig in die Geschichte ein.

Da Lara diese Geschichte aus der Sicht mehrerer Protagonisten erzählt machte es für mich auch leichter ihre Gedankengänge nachzuvollziehen.

„Fabel ließ sich fortbringen – sie hatte ja wirklich keinen anderen Ort, wo sie hingehen konnte. In der ganzen, riesigen Stadt gab es nur ein Zuhause für eine Kreatur wie sie“.

Diese innerem Konflikte werden sehr bildhaft dargestellt und so konnte ich mich wirklich gut in Fabel und Emilia hineinversetzen.

„Doch als die Wut dann tatsächlich vorüber war, drang die Erkenntnis so gnadenlos auf sie ein, dass ihr sofort Tränen in die Augen stiegen. Tom Marillo leblos vor sich auf dem Boden liegen zu sehen, ließ es ihr speiübel werden.
Was habe ich getan?!
Sie schlug sich bestürzt die Hände vor den Mund, wandte sich ab, um Toms Leiche nicht eine Sekunde länger ansehen zu müssen.“

Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet, die Handlung ist stimmig und durch die immer wieder überraschenden Wendungen ist es eine temporeiche Geschichte mit vielen Überraschungen.

Der Handlungsbogen baut eine stetig wachsendene Spannung auf die einen nach Ende des Buches eigentlich dazu animiert am Besten sofort weiterzulesen. Lara versteht es einfach meisterhaft die Worte im Buch zu Bildern in meinem Kopf werden zu lassen.

Gelungener Reihenauftakt mit überraschenden Wendungen, ergreifenden Schicksalen, stimmiger Story und großartigen Charakteren.

Darum vergebe ich 👑👑👑👑👑           von 5 Krönchen