Empire of Ink – Dir Kraft der Fantasie von Jennifer Alice Jäger

Das Cover von Empire of Ink hat mich von Beginn an gefesselt und auch der Klappentext ließ es mich kaum erwarten das Buch endlich lesen zu können. Es hat mich auch nicht enttäuscht.

Die Dialoge sind spritzig, die Story um Scar, Finn die anderen Madhads und Cooper sehr temporeich und komplex und die in einzelnen Protagonisten wirklich genial dargestellt. Scar ist eine wundervolle Protagonistin ehrlich, mutig, loyal und für sie ist die „Magie“ in ihrem Leben der Rückzugspunkt wenn das reale Mal wieder bescheiden ist.

War ich zuerst sehr im #TeamCopper muss ich leider mitteilen, dass ich im Laufe der Geschichte ins #TeamFinn gewechselt bin. Ich finde es genial, dass Scar nicht nur macht was ihr gesagt wird sondern auch Dinge hinterfragt, ehrlich und direkt ist.
So genug von der Story. Jennifers Schreibstil ist einfach brilliant. Er lässt Dinge vor meinen Augen entstehen die einfach wundervoll und real sind außerdem ist er witzig sogar bei den Kapitelüberschriften wie „Das Mädchen mit dem Einhornrucksack Oder was ich mit Penny aus The Big Bang Theory gemeinsam habe“ – habe ich erwähnt, dass ich die Serie liiiiiiebe? – was aber nicht die tiefgehenden Gefühle und Messages verlorengehen lässt die Jennifer in ihr Buch eingewebt hat.

Der Absatz „Dabei hatte ich geglaubt, dass es hier anders werden würde als auf der Schule. Damit hatte ich mir wahrscheinlich nur etwas vorgemacht. Jeder redete sich wohl gerne ein, dass alles anders werden würde, wenn man erst einmal den Abschluss in der Tasche und einen guten Job in Aussicht hatte. Dabei gab es wohl gar keinen Unterschied zwischen der Cliquenbildung auf einer High School und der in einer großen Firma, dem Militär oder so einem Bündnis wie der Gutenberg Organisation.“ hat mir eine Gänsehaut verursacht, denn ich weiß wie es sich anfühlt nicht dazuzugehören…

Auch scheut Jennifer sich nicht ihre Protagonisten immer wieder innere sowie äußere Konflikte durchmachen zu müssen. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Da es ein brillianter Serienauftakt mit Witz, Fantasie, ergreifenden Momenten, ein Schuss Romantik und Verschwörungstheorie vergebe ich auch hier 👑👑👑👑👑      von 5 Krönchen.

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Hidden Hero – Verborgene Liebe von Veronika Rothe

Ich liiiiiiebe ja seit jeher alles was mit Superhelden und Comics zu tun hat. Darum war ich sofort Feuer und Flamme als ich Veronikas tolles Cover und den richtig genialen Klappentext das erste Mal gelesen habe. Ich hatte sehr, sehr hohe Erwartungen an das Buch, aber Veronika hat sie spielend überboten.

Allem voran durch die Hauptprotagonistin Lily. Ich konnte sie so gut verstehen. Das sie gefrustete war, nachdem sie dachte ihrem Ziel als richtige Superheldin so nahezusein. Und dann wurde sie das Flower Girl?? Ehrlich, ich hätte da nicht anders reagiert und ich fand sie sehr authentisch.

Für die die mich besser kennen wissen um den Umstand, dass ich leider auch zu oft zu ehrlich bin und mich meine große Klappe schon mehrmals in schwierige Situationen gebracht hat. Und genauso jemand ist Lily auch. Sie ist loyal, glaubt an das Gute und will böse Kerle schnappen und die Welt retten. Ich war so begeistert von ihr. Mit Hero musste ich zwar erst warm werden, aber dann hat er mit seiner tollen Art mein Herz erobert.

Dieses Buch ist durchweg ein Buch das ich einfach nur lieben kann. Es hatte Wortwitz, Anspielung auf meine Lieblingsserien/-filme mitinbegriffen, viel Sarkasmus, einen sehr guten aufgebauten Handlungsbogen der sehr spannend und actiongeladen war.

„So schnell ich konnte, schnappte ich mir meinen Koffer und eilte ohne zurückzublicken aus meiner persönlichen Kammer des Schreckens. Sorry, Harry, aber deine war ein Kindergeburtstag gegen das hier.“

Veronika hat es wirklich geschafft mir mehrmals die Tränen in die Augen zu treiben, weil ich einfach so lachen musste. Und die Dialoge, die Lily mit mir als Leser führt sind einfach großartig.

„Verzeihung für die Ausdrucksweise, aber das hier sind meine Gedanken, also gilt wohl das Recht der Meinungsfreiheit. Gewöhnt euch besser daran.“

Es gab natürlich wie in jedem guten Superheldenbuch/Comic romantische Elemente die vielleicht auf den ein oder anderen Nichtkenner dieses Genres klischeehaft wirken können. Für mich aber war es alles zusammen genommen eine Homage an die Superhelden von früher.

„Ähm ja … irgendwie treffender Vergleich bei Mr Perfect und mir, Mrs Sarkasmus.“

Jedoch schafft es Veronika das Hidden Hero in keinster Weise abgekupfert wirkt und sich eine sehr gute, kreative, eigenständige Geschichte aufbaut.
Ich kann Ende Juni kaum erwarten und ihr hoffentlich auch nicht nachdem ihr das Buch gelesen habt…
Gehört definitiv in meine Kategorie Herzensbuch.

Die wundersame Welt der Fabelwesen von Vanessa Riese

Wenn ihr mich nun schon ein bisschen kennt wisst ihr bestimmt, dass ich neben Comics/Superhelden noch eine Schwäche habe und zwar für alles was mit Märchen, Sagen, Legenden und Mythen zu tun hat. Also war ich sofort von Vanessas Cover und Klappentext begeistert. Alleine das Cover ist einfach nur traumhaft schön. Ich MUSSTE es lesen.

Von der ersten Zeile an nahm mich Vanessas sehr bildlicher und lockerer Schreibstil gefangen. Die Beschreibung der einzelnen Fabelwesen war so gut, dass es mir vorkam als würden sie gerade neben mir über den Sand hüpfen oder sich gerade zum Landen bereitmachen.

Dieses Buch ist einfach eine wunderschöne und sehr kreative Geschichte über die Dinge die wir einfachen Menschen niemals sehen können. Was ich jede Minute meines Daseins bedauere. Ich würde so unbeschreiblich gerne wie Abigail in dieser wundervollen und magischen Welt leben wollen, auch wenn ich genau wie Abigail so einige Probleme mit gewissen angestaubten Regeln hätte.

Abigail ist wieder genau eine Protagonistin die ich einfach so sehr liebe und die ich unendlich gerne zur Freundin hätte. Sie ist stark, mutig, loyal, hilfsbereit, herrlich sarkastisch und tut was ihr Herz ihr sagt. Dabei muss sie aber erkennen, dass noch so vieles mehr in ihr steckt.

»Hui.« Ich legte gespielt betroffen meine Hände auf die Brust. »Sind wir heute ein bisschen underground-mäßig unterwegs? Kommen wir uns ein wenig urban vor, hier unten im bösen Mantikor-Outfit?«

Aber in diesem Buch habe ich einfach so viele Charaktere ins Herz geschlossen. Darian ❤️, Daryll, Lobster, Finn, Basil und Sage. Ach es dauert zu lange alle aufzuzählen.

Ihr MÜSST dieses Buch ohnehin lesen, dann seht ihr selbst warum ich davon so angetan bin. Vanessa hat es geschafft ein eingenständiges, fantasievolles, wunderschönes Buch zu schreiben das dich in eine wirklich magische Geschichte entführt und das man erst aus der Hand legt wenn man es gelesen hat. Definitiv ein Herzensbuch von mir.

Ein wundervoller, magischer Auftakt der nicht nur Fantasyfans begeistert. Darum vergebe ich für dieses wundervolles Buch 👑👑👑👑👑 von 5 Krönchen.

Protainterview zu Vayas Töchter – Emilias Gift von Lara Kalenborn

Ich komme in Essen an und bin wie immer etwas schockiert, wie verändert es im Vergleich zu früher aussieht. Aber ich dachte mir, ein solches Interview, wie ich es am heutigen Tag führen möchte, ist vielleicht in einem Krankenhaus, auf sozusagen neutralem Boden, besser als woanders.
Die Tür geht auf und Liliana kommt mir freudestrahlend entgegen. Wir umarmen uns lange, bevor sie mich in ein ehemaliges Sitzungszimmer führt. Dort steht mit dem Rücken zu mir ein Mann. Dies muss Tom Marillo sein. Bevor ich mich mit ihm bekanntmachen kann, ertönen von außen hastige Schritte und zwei Frauen betreten den Raum. Die eine etwas kleiner mit schwarzen Haaren, während die Andere wunderschöne, blonde Locken hat. Aber Beiden haftet eine überirdische Schönheit der Amazonen an. Gut, dann sind wir also komplett …
Nachdem wir uns gesetzt haben, zaubert Liliana sogar ein paar Gläser geflitertes Wasser hervor bevor sie das Zimmer verlässt.

Ingrid: „Vielen Dank, dass ihr euch heute Zeit für mich nehmt, aber wie ihr euch denken könnt, sind viele sehr neugierig darauf, euch kennen zu lernen. Könntet ihr euch kurz vorstellen?“
Tom: Hallo Ingrid, vielen Dank, dass du den Weg nach Essen auf dich genommen hast. Mein Name ist Tom. Ich denke, Liliana hat dir schon von uns erzählt.“ Er deutet zu den beiden Frauen.
Die Schwarzhaarige legt ihren Kopf etwas schräg, als sie mich nun aus ihren Eulenaugen taxiert und dann sagt sie mit sehr ruhiger und freundlicher Stimme: „Du bist also Ingrid. Schön dich endlich kennenzulernen. Mein Name ist …“ Sie stockt etwas und die Blondgelockte kommt ihr zu Hilfe.
„Das ist Emilia und sie wird die Welt verändern!“ Sie steht noch einmal mit einem kraftvollen Satz auf und reicht mir die Hand. „Ich bin übrigens Fabel.“

Ingrid: „Fabel, wenn es dir recht ist, beginne ich auch gleich mit dir. Wie kam es dazu, dass du eine Amazone wurdest?
Fabel wird etwas blass um die Nase und wirft Tom und Emilia einen Seitenblick zu. Doch dann, als Tom ihr aufmunternd zunickt und Emilia ihre Hand ergreift und festhält, richtet Fabel sich zu voller Größe auf und sagt: „Ich hatte eine schwere Kollision mit einem Auto. Meine Erschafferin, Superba, fand mich und hielt es für die bessere Wahl, mich zur Amazone zu machen, anstatt mich sterben zu lassen.“
Ingrid: „Und du siehst das anders?
Diesmal meldet Emilia sich: „Amazone zu werden, ist mit tiefen Einschnitten ins Leben verbunden. Danach ist nichts mehr, wie es war, und Fabel und ich mussten uns erst damit zurechtfinden. Heute können wir auch die guten Seiten unserer Wandlung sehen.“                        Die beiden Amazonen tauschen einen Blick, der mir sehr intensiv vorkommt und ganz hastig schaue ich zu Tom hinüber, der mich wissend anlächelt.

Ingrid: „Tom, was waren deine Gedanken, als du Fabel das erste Mal gesehen hast?“
Der junge Mediziner lächelt nun breiter, lehnt sich in seinem Stuhl zurück und verschränkt die Arme hinterm Kopf. „Ich habe sie bewundert – bis sie mich k.o. geschlagen hat. Als ich in ihrer Welt wieder zu mir kam, wusste ich nach ein, zwei gewechselten Sätzen: Sie ist es.“

Ingrid: „Und woran hast du das festgemacht?“ Ich werfe Fabel einen raschen Blick zu und frage mich, ob Tom nun ihr göttinnengleiches Gesicht oder ihre unendlich langen Beine anspricht.
Tom: „An ihrer Art, zu sprechen. Klare Befehlsform. Das hat sich seitdem nicht geändert.“
Auch hier fliegen einige Blicke hin und her, die es in sich haben, und ich wende mich wieder schnell der nächsten Frage zu:

Ingrid: „Emilia, du bist ja Toxikologin. Wie bist du zu dem Beruf gekommen und was fasziniert dich daran so?“
Emilia bekommt ein Glänzen in den Augen und mir fällt auf, dass ihre Iris doch nicht einfach tief schwarz ist, wie ich zuerst dachte, sondern in verschiedensten Facetten glänzt. Ziemlich schön, denke ich versunken und werde erst von Emilias Stimme aus dem Blick der Amazone gerissen.
Emilia: „Die besondere Natur von Giften hat mich schon immer fasziniert. Bis zu welcher Dosis ist ein Gift ein Heilmittel oder ein Rauschmittel? Ab welcher Menge wird es zerstörerisch? Ab welcher Dosis entfaltet es seine ganze Kraft und tötet?“
Mir läuft ein Schauer über den Rücken, denn ich weiß, dass Emilia ein unbeschreiblich gefährliches Gift entwickelt hat.Und Emilia wie kam es zu deinem Studium? Du warst noch an der alten Universität der Stadt immatrikuliert, richtig?“
Emilia: „Ja! Ich habe es dort wirklich genossen, denn es war eine Ablenkung von der Welt, die langsam, aber sicher zu Grunde gerichtet wurde. Sehen wir uns doch nur mal um …“ Sie macht eine alles umfassende Geste und ihr Blick verliert sich im Raum. Doch dann schaut sie wieder auf und fesselt mich erneut mit ihren Augen. „Meine Eltern hatten eine Stiftung gegründet, die jungen Forschergeistern ein Studium sichern sollte. Ich war aufgrund meiner Leistungen Teil dieses Programms.“

Ingrid: „Fabel, ich weiß, das du Schwierigkeiten mit deinem Leben und vor allem mit Superba als Hani hast. Wäre es nicht möglich, zu Basuka zu wechseln?“
Fabel lacht herzlich, bevor sie mir mit einem Kopfschütteln antwortet: „Niemand verlässt seine Hani!“
Doch Tom flüstert leise von der Seite: „Außer man heißt Emilia.“
Mein Blick huscht zu der Dunkelhaarigen, die gerade ihren Kopf hin und her wiegt. Emilia: „Es war auch für mich eine Herausforderung, mich von meiner Erschafferin abzuwenden. Aber es gibt bei mir gewisse Gründe, die es schlussendlich ermöglicht haben. Das konnte Fabel nicht: Rein physisch hätte es sie vernichtet, Superba zu verlassen.“

Ingrid: „Tom was genau haben Liliana und du hier gemacht? Oder besser gesagt, auf welchem Gebiet forschst du?“
Mir fällt auf, dass der junge Mediziner Fabels Gesichtsausdruck prüft, bevor er mir antwortet: „Liliana und ich kennen uns seit Beginn des Studiums und als wir unseren Abschluss in der Tasche gehabt haben, waren wir beste Freunde geworden. Es hat nur noch ein Krankenhaus im Ruhrgebiet gegeben, sodass wir uns dann nicht trennen mussten. Schon vor meinem Studium hatte ich Interesse für mein Forschungsgebiet entwickelt, die mors-subita-Toten. Denn im Gebiet meines Bruders Lenan tauchten immer wieder Leichen von Männern auf, mit deren Tod wir nichts zu tun hatten. Ich habe dann irgendwann herausgefunden, dass es dieses Phänomen, dass keine Todesursache zu belegen ist, schon seit Jahrhunderten gibt. Ich habe mich dem Geheimnis ganz verschrieben und durfte neben den Tätigkeiten in der Notaufnahme an der Lösung forschen.“

Ingrid: „Emilia, du musstest ja mit einigen Dingen fertigwerden. Das hast du eigentlich recht gut gemeistert. Aber was vermisst du an deinem alten Leben am meisten?“
Emilia schlägt die Augen nieder und sieht plötzlich sehr verletzlich aus. „Dimon. Seine Nähe und seine Zuneigung.“
Diesmal ergreift Fabel Emilias Hand und ich bin mir sicher, sehen zu können, wie die Dunkelhaarige sich dadurch mit jedem Atemzug wieder aufrichtet.

Ingrid: „Fabel, glaubst du es wird jemals Frieden zwischen Amazonen und Skythen geben? Und was würde sich für dich dann ändern?“
„Der Hass sitzt tief, wurde von Generation zu Generation vererbt. Bevor es Frieden geben könnte, müssten alle Beteiligten die Vergangenheit vergessen. Ob wir dazu fähig sein werden? Ich weiß es nicht …“ Sie schüttelt etwas den Kopf, sodass ihre Locken einen süßlich, blumigen Duft verströmen. „Für mich würde sich nicht viel verändern. Die Skythen gehören nur als Feinde zu meinem Leben. Vielleicht würde ich dann etwas weitere Touren mit meinem Auto machen.“

Ingrid: „Tom, was denkst du, hält die Zukunft für dich bereit? Was wünschst du dir?
„Ich will so viele Fragen endlich klären. Meine Forschungen gehen mittlerweile in so viele verschiedene Richtungen, dass ich wohl mehrere Versionen meiner Zukunft brauche, um alle Antworten zu finden.“ Dann schluckt er und fügt etwas leiser hinzu. „Dann wäre da noch Lenan. Ich würde mir wünschen, meinen Bruder irgendwann wieder zu sehen.“

Ingrid: Emilia, du hast ja aus deinem damaligen Wohnort nur deine Spinne mitgenommen, die du auch nach dir benannt hast. Was verbindet dich gerade mit ihr und warum hast du jahrelang an dir selbst Versuche mit ihrem Gift vorgenommen? Was erhoffst du dir von diesen Versuchen?“
„Meine Avicularia Emilia ist mein letztes Meisterwerk. Ich befürchte, ich werde nie wieder die Chance erhalten, ein Hyper-Tox-Wesen zu erschaffen und so ist meine Spinne die letzte Bastion meiner geliebten Toxikologie. Die Versuche sind daraus entstanden, dass meine hochgiftigen Tiere für mich keine Bedrohung darstellen sollten. Der einzig logische Weg dorthin war für mich nur eine Immunisierung.“

Ingrid: Fabel, ich bewundere an dir sehr, wie du im Gegensatz zu einigen anderen von euch Amazonen noch dein Gewissen und deine Menschlichkeit bewahren konntest. Gab es nie einen Punkt, an dem du dir gewünscht hättest, so wie die Anderen zu sein. Glücklich und zufrieden mit dem Leben das du nun hast?“
Fabel schließt kurz die Augen und sagt dann: „Ich habe es mir schon tausend Mal gewünscht. Einfach, um einmal wieder glücklich mit mir und meinem Leben zu sein. Aber im selben Augenblick denke ich dann an meine Brüder … Wenn ich wie meine Schwestern geworden wäre, hätten meine Brüder das vielleicht nicht überlebt. Und dann wäre alles vorbei.“
In diesem Augenblick kommt Liliana wieder herein und flüstert Tom etwas ins Ohr. Sofort springt er auf und verlässt zusammen mit Liliana das Sitzungszimmer. Ich versuche, mich von der Eile nicht ablenken zu lassen – wann hat man schon einmal echte Amazonen vor sich sitzen?! – und stelle meine letzten Fragen.

Ingrid: „Emilia, du hast großen Mut bewiesen als du deinen Sohn zu Dimon gebracht hast, weil du ihn nicht behalten konntest. Bereust du diesen Entschluss?“
„Es fühlt sich an, als hätte mir jemand das Herz entnommen, es dreimal geteilt und nur ein Stück wieder eingesetzt. Die anderen Teile sind bei meinem Mann und meinen Kind geblieben. Aber bereuen?“ Sie lacht leise. „Nein. Ich hätte meinen Sohn wahrscheinlich getötet, wenn er bei mir geblieben wäre. Wie hätte sich mein Herz dann angefühlt? Es geht mir da wie Fabel mit ihren Brüdern. Ich hätte es nicht ertragen.“

Ingrid: „Fabel, dich und Emilia verbindet vieles, denkst du wenn sie zeitgleich mit dir eine Amazone geworden wäre, hättest du dich dann weniger einsam gefühlt?“
„Definitiv“, die beiden lächeln sich in stillen Einvernehmen an. „Wenn Emilia mir sofort Alternativen gezeigt hätte, dann wäre ich vielleicht glücklicher geworden und hätte mich nicht vor meinen eigenen Bakis zurückgezogen.“

Ingrid: „So ich denke ich habe euch genug Zeit gestohlen. Aber ich danke euch, dass ihr mir einen kleinen Teil meiner Fragen beantwortet habt. Abschließend würde ich von euch gerne wissen, wie es nun für euch weitergeht? Wohin führt euch der Weg nachdem ihr das Krankenhaus verlasst?“
Fabel nickt zur Tür. „Tom hat eine alte Bekannte, die in den Kampf gegen die Wassermogule verwickelt ist und angeblich seherische Fähigkeiten hat. Vielleicht kann sie uns ein paar Antworten zum Aufenthaltsort von Carmill, unserer Königin geben.“
Fabel verlässt schon den Raum, während Emilia noch einmal mit ihrem fesselnden Blick auf mich zukommt und sagt: „Danke, dass du dir Zeit genommen hast, um die Lebensgeschichte und Gefühlswelt einer Amazone zu erforschen. Diesen Mut bringen nicht viele auf. Vaya schütze dich, Ingrid.“

 

Rezension zu Vayas Töchter – Emilias Gift von Lara Kalenborn

Das Cover finde ich bei diesem Buch wunderschön. Die verschiedenen ineinander übergehenden Farben und die Schrift sind wirklich ein Eyecatcher. Auch der Klappentext machte mich neugierig auf das Buch.

Erster Absatz: „Fabel Sonnenstein spürte die Kälte auf ihrer Haut, aber ihr vor Kraft strotzender Körper schützte sie vor den eisigen Januarwinden, die schon seit Tagen durch das Ruhrgebiet fegten. Obwohl sie nichts als eine zerfranste Jeans, Sneakers und ein dünnes Darkwing-T-Shirt mit aufgedruckter Schildkröte trug, glühte ihr Inneres warm“.

Auszug aus: Kalenborn, Lara. „Emilias Gift.“ iBooks.
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Anfangs hatte ich zwar leichte Schwierigkeiten in das Buch zu finden, aber nach dem ersten Kapitel tauchte ich vollständig in die Geschichte ein.

Da Lara diese Geschichte aus der Sicht mehrerer Protagonisten erzählt machte es für mich auch leichter ihre Gedankengänge nachzuvollziehen.

„Fabel ließ sich fortbringen – sie hatte ja wirklich keinen anderen Ort, wo sie hingehen konnte. In der ganzen, riesigen Stadt gab es nur ein Zuhause für eine Kreatur wie sie“.

Diese innerem Konflikte werden sehr bildhaft dargestellt und so konnte ich mich wirklich gut in Fabel und Emilia hineinversetzen.

„Doch als die Wut dann tatsächlich vorüber war, drang die Erkenntnis so gnadenlos auf sie ein, dass ihr sofort Tränen in die Augen stiegen. Tom Marillo leblos vor sich auf dem Boden liegen zu sehen, ließ es ihr speiübel werden.
Was habe ich getan?!
Sie schlug sich bestürzt die Hände vor den Mund, wandte sich ab, um Toms Leiche nicht eine Sekunde länger ansehen zu müssen.“

Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet, die Handlung ist stimmig und durch die immer wieder überraschenden Wendungen ist es eine temporeiche Geschichte mit vielen Überraschungen.

Der Handlungsbogen baut eine stetig wachsendene Spannung auf die einen nach Ende des Buches eigentlich dazu animiert am Besten sofort weiterzulesen. Lara versteht es einfach meisterhaft die Worte im Buch zu Bildern in meinem Kopf werden zu lassen.

Gelungener Reihenauftakt mit überraschenden Wendungen, ergreifenden Schicksalen, stimmiger Story und großartigen Charakteren.

Darum vergebe ich 👑👑👑👑👑           von 5 Krönchen

Rock im Park 2017 oder warum man einmal ein Festival besuchen sollte

Heute möchte ich euch gerne von meinem Wochenende in Nürnberg bei Rock im Park berichten. Ein Erlebnis, welches ich nicht missen möchte. So viel habe ich erlebt, ganz viele neue, tolle Leute kennengelernt und dann auch noch diese Wahnsinns Bands! Dann fange ich mal mit dem Donnerstag an:

In der Nacht um 3 Uhr hat es geheißen: Aufstehen und ab nach Nürnberg! Meine beste Freundin und ich haben nur 2 Stunden geschlafen und dementsprechend fertig waren wir auch. Aber die Sachen waren schon alle im Auto, weshalb wir einfach nur einsteigen und zum Treffpunkt fahren mussten. Das Auto war vollgepackt und in einer Autokolonne haben wir dann bis 7 Uhr gebraucht, bis wir endlich den Parkplatz erreicht haben.


Hier waren wir fertig mit aufbauen!

Unser Zelt steht!


Da könnt ihr sehen, warum wir so lange zum Parkplatz gebraucht haben 😀
Hier habe ich auch das erste Mal den Rest der Truppe kennengelernt. Insgesamt waren wir 13 Leute. Also eine ziemlich große Gruppe. Aber sie waren alle super nett und haben mich sofort in ihrer Gruppe aufgenommen. 

Inzwischen war es dann Mittag, bis alle ihre Sachen vom Auto zum Zeltplatz gebracht hatten und die Zelte, sowie die Pavillions aufgebaut waren. Leider haben bei mir ganz fiese Kopfschmerzen breit gemacht und die wenigen Stunden Schlaf haben sich bemerkbar gemacht, weshalb der Donnerstag für mich sehr ruhig verlaufen ist. Trotzdem war es schön in der Gruppe zusammenzuhocken und den anderen beim Feiern zuzusehen.

Die erste Nacht im Schlafsack war ziemlich kalt und unbequem. Doch das hat meiner guten Laune nicht geschadet. Denn endlich war der Freitag da und die ersten Bands haben gespielt!

Und soll ich euch verraten, warum ihr unbedingt mal ein Festival besuchen solltet?

Ganz einfach, durch die vielen neuen Leute, die ich kennengelernt habe, konnte ich auch sehr viele neue Bands ansehen. Das war für mich ein Grund, warum das Festival etwas ganz besonderes für mich war. Ich habe mich einem kleinen Trupp angeschlossen und wir sind gemütlich auf das Festivalgelände gegangen.

Hier eine Band, die ich davor noch nicht kannte aber sie mir wirklich gut gefällt.

Tja und dann ist das passiert, wovor ich mich gefürchte habe. Ich habe meine Gruppe verloren und natürlich hatte ich keine Handynummer von ihnen. 😀 Und dann dachte ich mir: „Hey mach doch mal was verrücktes.“ Also bin ich los und habe mir die Bands angesehen, die ich ursprünglich ansehen wollte. Ich war wirklich stolz auf mich!


Tja und dann habe ich nochmal etwas verrücktes getan 😀 Ich dachte mir so: „Hey Beginners kommt jetzt dann. Wie cool wäre es denn, die Band ganz nah an der Bühne zu sehen?“ Also habe ich es gewagt und war ganz nah an der Bühne.

Und so stand ich dann ziemlich weit vorne, als es losging. Und was für eine super Show!

Und dann dachte ich mir: „Hey Kraftklub kommt jetzt auch noch. Dann zieh es durch und bleib einfach soweit vorne.“ 😀 Beste Entscheidung überhaupt! Klar, ich war alleine aber es war trotzdem so schön, soweit vorne zu sein. Auch, wenn es bei Kraftklub heiß her ging.


Meine Schuhe haben nach dem Konzert so ausgesehen! 👆🏻(Die Schuhe waren mal schwarz :D) Und ich war einfach nur fertig. Als ich endlich wieder am Zeltplatz war, bin ich einfach nur in meinen Schlafsack gefallen und gleich eingeschlafen.

Dann hat der Samstag sich auch von seiner besten Seite gezeigt. Die Sonne hat geschient und es war ziemlich heiß. Am Vormittag war ich schon so aufgeregt, weil ich unbedingt „Down with the sickness“ ansehen wollte. Diesmal war ich auch nicht alleine unterwegs 😀

Leute ganz im Ernst: Down with the sickness ist der Oberhammer! Ich hatte so viel Spaß, der Band zuzusehen und es war wirklich ein ganz tolles Erlebnis. 🙂


Leider ist hier die Bildqualität völlig hinüber aber hier waren wir noch bei Macklemore, der auch eine super Show hingelegt hat! Der Samstag war für mich auch ein sehr erfolgreicher Tag. Doch in der Nacht kam der Regen und ein Unwetter ist über uns hinweggezogen. Trotzdem habe ich fast besser geschlafen, wie die Tage davor 😀


Leider hat unser Pavillion die Nacht nicht heil überlebt. Aber zum Glück hatten wir noch einen zweiten, weshalb wir trocken geblieben sind. Mit schlechtem Wetter ist der letzte Tag eingeläutet worden und ich war fassungslos. Wo ist nur das ganze Wochenende hin verschwunden? Die ganze Truppe ist mir in der Zwischenzeit schon so vertraut gewesen, als würden wir uns schon länger keinen. Und ich habe an diesem Wochenende die zuckersüßeste Liebesgeschichte gehört, weshalb ich noch immer so fasziniert davon bin. 😀 Ach wirklich ganz toll!


Diese coole Stand war bei uns am Zeltplatz. Alleine wegen dem Spruch und dem günstigen Preis, ist er der angesagtesten Laden bei uns gewesen 😀 

Gemütlich haben alle ihre Sachen gepackt und mit Wehmut im Herzen zum Auto gebracht. Doch ich habe mich auch wirklich auf mein Bett gefreut. 

Nachdem alles im Auto war, ist die Anspannung merklich gestiegen. Schließlich ist Rammstein angesagt und ich habe mich schon so darauf gefreut!

Leute die Show war der absolute Wahnsinn!!!!!!! So viel Phyrotechnik und Feuer! Hach ich bin immer noch hin und weg von dem Auftritt. Wirklich absolut sehenswert! (Ich weiß die Bildqualität ist schlecht, aber wie euch vielleicht auffällt waren wir ganz hinten :D)



Zum krönenden Abschluss haben wir (und fast noch die ganzen Rammsteinzuschauer) Marteria angesehen, der auch mit seinem Auftritt überzeugen konnten. Wirklich ganz große Klasse.

Tja und dann war es schon vorbei und wir haben uns auf den Weg zum Auto gemacht. Inzwischen war es schon 1 Uhr in der Nacht. Wir sind zu meiner Freundin gefahren und ich bin dann noch zu mir nachhause gefahren.

Es war halb 3 als ich endlich in mein weiches Bett fallen durfte 😀

Zum Abschluss noch ein Fazit:

Vielleicht habt ihr ja mitbekommen, dass bei Rock am Ring am Freitag die Zuschauer evakuiert worden sind und die Veranstaltung unterbrochen worden ist. Wir sind darüber informiert worden und im ersten Moment hatte ich Angst. Aber durch die Menschen um mich herum hatte ich das Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt bekommen und das hat mich verdammt stolz gemacht! Wir haben für die Leute, die wegen solchen gemeinen Menschen ganz tolle Bands nicht sehen konnten, mitgefeiert und haben uns nicht unterkriegen lassen. Generell waren die Menschen auf dem Festival alle wirklich super cool drauf und haben das Wochenende zu etwas ganz besonderem gemacht!

Deshalb: Geht unbedingt mal auf ein Festival! Es ist ein Erlebnis, was man unbedingt erlebt haben sollte! 🙂

Miriam

KING of Los Angeles: Verliebt in einen Rockstar

Heute stelle ich euch das neueste Buchbaby von Sarah Saxx vor.

Hier der Klappentext:

Seine Küsse brachten mich beinahe um den Verstand. Sie ließen mich nach so viel mehr sehnen, obwohl ich wusste, dass es mich vermutlich ins Verderben stürzen würde.

Damien King ist ein Frauenheld, wie er im Buche steht. Der Rockstar mit dem ausgefallenen Modestil wird von Zigtausenden Frauen vergöttert, die alle scharf darauf sind, mit ihm im Bett zu landen. Warum also sollte er sich das entgehen lassen?

Doch dann begegnet er der selbstbewussten Scarlett O’Donnell, die in Los Angeles als Volontärin bei einem Modemagazin arbeitet. Sie sieht, was er wirklich ist: ein selbstverliebter Rüpel, der nichts anderes als Sex im Kopf hat. Und dafür ist sie sich definitiv zu schade, nicht zuletzt wegen ihrer enttäuschenden Erfahrungen in der Vergangenheit. Was sie jedoch nicht ahnt, ist, dass sie durch ihre Abweisung Damiens Jagdtrieb angestachelt hat und er nun alles daransetzt, Scarlett für sich zu erobern.

 

Meine Meinung:

Bei ihrer Lesung aus dem Buch bei der Veranstaltung „Bücherquatsch in Frühling“ hat mich die Autorin wirklich neugierig gemacht. Einfach, weil die Geschichte super lustig angefangen hat!

Ich fand die Geschichte von Scarlett und Damien war wirklich spannend zu beobachten. Die beiden haben ziemlich viele auf und ab’s, weshalb man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Und oh man da ging es heiß her 😀

Sarah Saxx Schreibstil lässt einen flüssig durch das Buch wandern. Der rote Faden ist immer vorhanden und deshalb war es wirklich eine Freude, dieses Buch zu lesen. Die Protagonisten sind super sympathisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.

Und oh mein Gott Leute habt ihr das Cover gesehen? Hammer oder?

Leider habe ich doch einen negativen Punkt:

Mir persönlich hat das Kribbeln im Bauch gefehlt. Ich kann nicht einmal genau beschreiben, woran es liegt. Aber die Geschichte von KING of Chicago war für mich fesselnder, gefühlvoller als KING of Los Angeles. Ich weiß wirklich nicht, wie ich es euch genau beschreiben soll 😀

Zusammenfassend noch einmal:

Wenn ihr ein Buch für Zwischendurch mit ganz viel Gefühlen, Hoch’s und Tief’s und einer guten Portion Spannung zwischen den Protagonisten lesen wollt, dann kann ich euch KING of Los Angeles wirklich ans Herz legen.

KING L.A.

 

Miriam