KING of Chicago: Verliebt in einen Millionär von Sarah Saxx

Heute habe ich die Rezension von Sarah Saxx für euch dabei!

Schon lange habe ich sie auf dem Radar gehabt, aber wie es immer so läuft, kam immer was dazwischen. Dann habe ich Sarah Saxx auf der Veranstaltung „Bücherquatsch im Frühling“ kennengelernt und dort hat sie aus dem zweiten Teil der KING-Reihe vorgelesen und ich war neugierig.

Hier der Klappentext:

„Ich hätte ahnen müssen, dass er nicht einfach nur ein gewöhnliches Kuchenstück war, das man sorglos probieren konnte. Travis war die Sünde aller Desserts …“

Er ist einer der reichsten Junggesellen Chicagos: Travis King. Dem Immobilienmogul liegen die Frauen scharenweise zu Füßen. Als ihm eines Tages die toughe Fotografin Ashley Crown begegnet, steht für ihn von Anfang an fest, dass er sie haben muss – zumindest für eine Nacht. Doch Ashley ist da anderer Ansicht. Immerhin hat sie eine herbe Enttäuschung mit ihrem Ex hinter sich und will sich nicht noch einmal in den Falschen verlieben. Ohne es zu wissen, bringt sie Travis dazu, gegen sämtliche seiner selbst auferlegten Regeln zu verstoßen, und gefährdet dadurch auch ihr Herz. Denn Travis King ist bekannt dafür, dass er nie lange ein und dieselbe Frau an seiner Seite hat …
Mein Fazit:

Die Autorin hat mich dank ihrem fabelhaften Schreibstil dazu animiert, dass Buch in einem Rutsch zu lesen. Sie hat ihre Protagonisten sehr gut beschrieben und ich finde die wechselnde Perspektive von Ashley und Travis wirklich super. Die Beiden sind mir wirklich sympathisch und haben die Geschichte sehr besonders werden lassen. Das wirklich wunderschöne Cover lässt schon darauf schließen, dass es in der Geschichte heiß hergehen wird und ich wurde nicht enttäuscht!

Leider habe ich dann doch einen negativen Punkt: Zum Schluss hin konnte ich die Handlungen von Ashley teilweise nicht mehr nachvollziehen und fand sie ein stückweit fast nervig. Trotzdessen war das Buch in einer Nacht durchgelesen.

Wenn ihr also eine Geschichte lesen wollt, in der es wirklich heiß hergeht, der typische Millionärstraum gelebt wird und die Gefühle nicht zu kurz kommen, dann solltet ihr es unbedingt lesen!


Miriam

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Novus Ordo Seclorum von Gabriela Swoboda

Das Cover von Novus Ordo Seclorum hat mich sofort angezogen und ich finde es vermittelt sofort eine mystische, magische Aura. Auch der Klappentext klang so vielversprechend, dass ich mir sofort das Ebook auf den Kindle lud.
Schon der erste Absatz des Prologs – dieser spielt in Dublin um 1937 – verursachte mir eine Gänsehaut.
»Der Wintersturm rüttelte an den undichten, mit kleinen Holzriegeln verschlossenen Fenstern. Durch den dürftig eingerichteten Raum kroch der kalte Hauch des Sturms, der in dieser Nacht über die Insel tobte, und ließ die Flammen im Kamin tanzen.«
Gabrielas Schreibstil lässt sich sehr leicht lesen und zieht mich gleich in den Bann der Geschichte. Vor allem, als dann die Geschichte wieder springt und ich diesmal im jetzt lande.

Wir schreiben das Jahr 2011 und ich treffe auf Mara die mir sofort sehr sympathisch ist. Aber als ich auf ihren Freund Magnus treffe wandelt sich dieses Gefühl. Dieser ist mir von der ersten Zeile an unsympathisch und mir stellen sich alle Härchen im Nacken auf. Immer weiter entwickelt sich die Handlung und Mara weiß nicht wie ihr geschieht. Wem kann sie trauen und was hat es mit Frederick und dem Buch auf sich?

»Das Buch, das du heute gekauft hast, und mit dem du fast dein Schicksal besiegelt hättest, wäre es meiner Schwester aufgefallen. Du hast dir das Buch nicht ausgesucht, nein, es hat dich erwählt.«

Mara entschließt aber auf ihre Intuition zu hören und fürs erste zu ihrer Tante nach Comerra zu fliegen. Doch da beginnt das Abenteuer für Mara erst. Da Gabriele immer wieder die Erzählperspektiven wechselt schafft sie damit ihrem Buch nicht nur eine sehr gute Dynamik, sondern ich erhalte außerdem auch einen besseren Einblick in die Gedanken, Gefühle und Motivationen der verschiedenen Charaktere.

Dieses Buch ist jedoch kein Buch, dass sich nebenbei lesen lässt. Durch die grandiose Story muss man die Seiten der Geschichte aufmerksam lesen, um nichts von der Handlung zu verpassen. Gabriela hat hier irischen Sagen und verschiedene Legenden, wie die von Avalon oder Atlantis, mit neuzeitlichen Verschwörungstheorien kombiniert.

Durch die großartig ausgearbeiteten Charaktere, der spannenden Story und einem wundervoll bildhaften Schreibstil schafft es Gabriela hier ein Buch zu erschaffen, dass ich jedem nur ans Herz legen kann.

Dafür vergebe ich 👑👑👑👑👑 von           5 Krönchen

Bücherquatsch im Frühling

Lange habe ich auf die Veranstaltung am 06.05.2017 hingefiebert. Denn dann war unser Blog endlich wieder vereint. Ingrid und ich haben ein superschönes Wochenende in Österreich verbracht.

Plakat

Am Samstag haben wir uns auf die Burgschänke Frauenstein in Mining begeben. Dort haben die Autorinnen Anna Katmore und Jessica Raven die Veranstaltung organisiert.

Hier haben wir uns mit den Organisatorinnen vor die Kamera gestellt. Links Jessica Raven und rechts Anna Katmore.

So viele Autoren sind ihrem Ruf gefolgt und der Wettergott hat es auch gut mit uns gemeint. Denn die Sonne hat sich von seiner wärmsten Seite gezeigt und so haben wir die Zeit genießen draußen im Biergarten genießen können.

Inge&Ich

In der Sonne lies es sich aushalten!

 

Ich bin immer noch total geflasht von dieser Veranstaltung. Wir haben dort so viel erlebt und auch die ganzen, tollen Autoren kennenlernen dürfen!

Damit ihr euch vorstellen könnt, wie viel hier los war!

Die Location war wirklich super schön und die Stimmung war ausgelassen. Auch konnten wir bei dieser Veranstaltung das erste Mal stolz unsere neuen, schicken Karten präsentieren und die Autoren haben sie dankbar angenommen. 🙂

Wir haben gespannt Sarah Saxx zugehört, die wirklich mit viel Gefühl und einfach wunderbar aus ihrem neuen Buch „King of Los Angeles – Verliebt in einen Rockstar“ vorgelesen hat. (Natürlich hätte ich das Buch am liebsten sofort mitgenommen aber es erscheint erst voraussichtlich Anfang Juni). Aber sie kann wirklich mit ihrer Stimme Leser fesseln!

Sarah Saxx

Hier liest sie aus dem Buch vor

Danach haben wir neugierig die Tische mit den Autoren in Angriff genommen. Wir haben viele neue Autoren kennengelernt. (Mein SuB weint inzwischen ganz fürchterlich) Naiv, wie ich war, wollte ich ohne Bücher von der Veranstaltung gehen. Ja. Jetzt habe ich vier neue Bücher zuhause stehen 😀

An dieser Stelle geht ein großer Dank an Sarah Saxx, Michelle Schenk und Tina Eugen, da sie uns Rezensionsexemplare überlassen haben! 🙂

Der Tag verging wie im Flug. Während ich mich mit einigen Autorinnen und Lesern unterhalten habe, hat sich Ingrid mit einigen netten Leuten an das Spiel Activity gewagt! Ich habe sie sehr oft lachen gehört, deshalb scheinen sie Spaß gehabt zu haben 🙂

 

Wir waren auch bei der Lesung von April Dawson dabei, die aus ihrem Buch „Pick the boss“ vorgelesen hat. Ich kenne das Buch schon und es ist wirklich herrlich erfrischend.

Lesung April Dawson

Auch diese Autorin hat sehr schön aus ihrem Buch vorgelesen und hat die Zuhörer definitiv neugierig zurückgelassen.

Dann waren wir noch bei einer Lesung, auf die wir auch sehr gespannt waren. Jill van Veen hat aus ihrem Buch Killerküsse vorgelesen. Der Klappentext hat uns neugierig gemacht und wir werden das Buch auf jeden Fall lesen!

Killerküsse Lesung Jill van Veen

Jill van Veen ist auch eine ganz nette Autorin, die wirklich eine tolle Idee in dem Buch umgesetzt hat.

Wenn ihr den Beitrag gelesen habt, wird eure Wunschliste vielleicht genauso aus den Nähten platzen, wie unsere! 😀

Goddies

Hier seht ihr unsere Ausbeute. (Das schreit nach einem Gewinnspiel :D)

Zum Abschluss kann ich nur immer wieder sagen, wie toll diese Veranstaltung war. Ich habe ganz viel Positives mitgenommen und es war wirklich toll, mit den Autoren zu quatschen 🙂 Und hier noch ein Bild von den Autoren, die dieses Event zu etwas besonderem gemacht haben.

Autorenbild

Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen 🙂

Miriam

 

Abandoned – Penny Lane Chapman

»Du bist nicht frei Ty. Deine Besessenheit, die Liebe zu Blake bringt dich dazu, unüberlegt zu handeln, und auch wenn du es nicht zugeben kannst, tut es weh. K ist nicht frei, weil er sich um Farren sorgt. Elisha versteckt sich wie Blake hinter einem Lächeln und ich…«
»Ich rede mir jeden Tag ein, dass es besser wird, aber das wird es nicht. Was ich damit sagen will, wir haben etwas, das uns angreifbar macht, und solange das so ist, ist man niemals wirklich frei.«

Das Cover von Abonded hat Marie wieder genial hinbekommen. Es ist ganz Blake und ich liebe es.

In Pretend hatte ich meine Probleme mit Tyler. Nicht wegen der Partys, dem aggressiven Verhalten oder wie er mit oder über Blake sprach. Nein. Das ganze fing in St Celline an. Der Abend wo er mit den Anderen Farren jagte. Er machte ihr Angst. Mir noch mehr. Und genau wie bei Farren, fand ich ihn danach immer schlimmer. Gruseliger. Ein Blick allein bereitete mir Gänsehaut und ich war – genau wie Farren – froh als Kieran die Bremse zog. Freaks erkennen sich untereinander – ja ich gehöre auch zu ihnen.

Also wartete ich mit gemischten Gefühlen auf das Buch. Einerseits wollte ich Tyler kennen lernen, verstehen warum er so war wie er war. Anderseits hatte ich Angst was ich zu sehen bekam. Aber auf Blake, Farren und die Jungs freute ich mich unheimlich.

Also war ich mutig und las das Buch. Was soll ich sagen. Ich verstehe es nun. Und ich muss mich bei Tyler entschuldigen, denn er war lange nicht so ein kranker Typ als ich gedacht habe. Er hatte sich einfach nur seine eigenen Katastrophen geschaffen. Aber ich sah den Typ hinter der Maske und den mag ich. Und dem vertraue ich. Obwohl ich von den Jungs mit Harlans oder Elishas Art am Besten kann. Aber Tyler und Blake sind beide genauso stur wie sie mutig sind. Und sie tun alles für die Menschen die sie ins Herz geschlossen haben, auch wenn es sie dabei umbringt.

„Ich hasste es, meine Freunde in den Krieg mit Reano reinzuziehen, aber wir waren eine Familie. Blutete einer, bluteten alle.“

Penny hat wieder ein Meisterwerk abliefert, dass dich von der ersten Zeile an packt und erst wieder los lässt wenn du damit fertig bist. Ihre Geschichte ist wieder ungeschönt, ehrlich und manchmal wirklich hammer hart, aber genau deshalb liebe ich ihre Bücher. Weil es im wahren Leben eben auch so ist. Penny hat uns damit wieder eine Botschaft übermittelt. Es egal ist welche scheisse dir passiert, du hältst es aus und gehst gestärkt daraus hervor. Auf die eine oder andere Art.

In Pretend hieß es kenne deinen Wert und entschuldige dich nie dafür, wie du bist. Hier heißt es jeder erschafft sich seine eigenen Katastrophen.

Dieses Buch ist eins meiner Jahreshighlights und ich vergebe                 👑👑👑👑👑 von 5 Krönchen

Wolfswille von Melanie Vogltanz

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
Jenseits von Gut und Böse, Friedrich Nietzsche

Seit Eva vom Apfel gekostet hat, hängt viel vom Essen ab.
Lord Byron

Das Cover fand ich von Anfang an phänomenal. Es erregte sofort meine Aufmerksamkeit und ich auch der Klappentext schrie lies mich. Ich liebe diese alten Horrorgeschichten und war so sehr neugierig wie die Geschichte umgesetzt wurde.

Das Buch beginnt 1859 mit einem Expeditionsteam, dass sich auf die Suche nach Lord Franklin und der Mannschaft der Erebus und der Terror machen, da sie verschwunden waren. Sie werden aber schon bald von einer mysteriösen Kreatur verfolgt, die die Eskimos weißen Schatten nennen. Dieser weiße Schatten reißt Polarbären, Hunde, Männer – kurz alles was ihm in die Quere kommt.

Danach hüpfe ich nach London ins Jahr 1888 und lernen Alfio kennen. Dieser betäubt sich jede Nacht mit Opium, um dem wilden Tier ins sich so Einhalt gebieten zu können. Den als Wolf hat er kein Gewissen und kennt nichts und niemanden. Er wird nur angetrieben von dem Drang zu fressen. Aber er kann seine Verwandlung nur hinauszögern, nicht gänzlich verhindern. Ich erfahre, dass Alfio unsterblich ist und schwarzes Blut in sich trägt. Damit ist er jedoch nicht allein. (Da es aber eine Trilogie von der Autorin darüber gibt erfährt man in diesem Buch nur Bruchstücke darüber).

Als die erste Prostituierte brutal ermordet wird nimmt die Story richtig Fahrt auf und wird durch die vielen Charaktere die nun dazustossen um ein vielfaches komplexer als erwartet. Zu den Charakteren selbst möchte ich an dieser Stelle nichts sagen, da ich niemanden Spoilern will.

Melanie Vogltanz versteht es meisterlich den Leser in ein sehr düsteres und gefährliches London mitzunehmen, dass voller Geheimnisse steckt. Der Tod geht um, aber wer ist der Täter? Die Autorin baut einen kontinuierlichen Spannungsbogen auf der sich eigentlich nur steigert und der die eine oder andere unerwartete Wendung bereithält.

Außerdem beschränkt sie sich nicht auf Jack the Ripper. Sie mischt der Geschichte noch ein wenig Frankenstein und Dr Jekyll und Mister Hyde bei. Diese werden mit entsprechenden Zitaten wirklich wundervoll in Szene gesetzt.

Trotzdem hatte ich anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Viele Dinge waren gerade am Anfang schwierig zu verstehen und ich brauchte auch Zeit um mich an Alfio zu gewöhnen. Er war für mich ein schwieriger Protagonist und ich wusste lange recht wenig über ihn und tat mir deshalb schwer mit ihm mitzufiebern. Im Laufe der Geschichte schaffte ich es immer besser ihn zu verstehen, wie er tickt bzw was ihn antreibt. Ab diesem Punkt griff für mich die Geschichte ineinander und wurde richtig stimmig.
Obwohl dieses Buch unabhängig von der Trilogie gelesen werden kann, denke ich es hätte mir geholfen die Geschichte von Anfang an besser zu verstehen

Alles in allem ein spannender Auftakt der mit einer sehr komplexen Handlung und vielen überraschenden Wendungen überzeugt 

Dafür vergebe ich  👑👑👑👑                  von 5 Krönchen

Interview mit Selena und Bodo von Mary Landth

Als es an der Tür läutet, wische ich mir noch schnell die Hände an einem Geschirrtuch ab und eile zur Tür. Oh man was war ich aufgeregt.

„Hallo Selena, schön dass du gekommen bist. Komm rein, komm rein“, winke ich sie ins Haus. „Ich habe gedacht wir setzen uns in meiner Küche zusammen, da ist es gemütlicher“. Plötzlich sehe ich Bodo, Selenas verzauberten Kürbis, der sofort auf den Kratzbaum, meines Katers, Obini zuläuft und daran hochklettert. Obini liegt daneben auf seiner Lieblingsdecke auf der Couch und öffnet nur kurz sein Auge, bevor er wieder weiter schläft.

Grinsend gehe ich vor Selena her in die Küche. „Selena was darf ich dir zu trinken anbieten? Tee, Latte Macchiato oder eine heiße Schokolade mit Marshmellows?“, rattere ich etwas atemlos herunter.
Hallo Ingrid, vielen Dank für deine liebe Einladung. Es freut mich und Bodo heute bei dir sein zu dürfen. Tut mir leid ich bin etwas spät dran, aber es waren heute Abend so viele Hexen unterwegs, es gab einen langen Stau zum Blocksberg.
Gerne nehme ich eine heiße Schokolade mit Marshmallows. Ich liebe Schokolade über alles.

Lächelnd reiche ich Selena ihr Getränk, bevor ich mich mit einer großen Tasse heiße Schokolade gegenüber von ihr hinsetze und sie anlächle.                         „Ich hoffe es ist für dich in Ordnung, wenn ich unser Interview aufnehme, aber ich möchte mich mit dir unterhalten da stören Notizen nur“.    Als sie nickt, fahre ich erleichtert fort.

„Ich freue mich sehr, dass du und Bodo heute gekommen seid. Falls ich zu neugierig bin, einfach Bescheid sagen, aber ich hab noch nie eine Hexe interviewt. Magst du mir vielleicht ein bisschen von dir erzählen? Wann hast du das erste Mal deine magischen Fähigkeiten entdeckt? Und bist du die einzige in deiner Familie mit dieser Begabung?“, sprudeln die Fragen geradezu aus mir heraus.
Klar, gerne. Ich bin 16 Jahre alt und damit eine volljähre Hexe. Oh du denkst das ist jung, aber in menschlichen Jahren bin ich 701 Jahre alt. Wenn wir volljährig sind, dürfen wir in unser eigenes Hexenhaus ziehen. Meines habe erst letztes Jahr selber gehext. Leider ist der Zauber völlig schief gegangen, wir können aus Gemüse so allerlei hexen musst du wissen, auch richtige Häuser. Aber aus meiner Kartoffel wurde kein richtiges Steinhaus, sie wurde leider nur größer. Daher wohne ich jetzt in der Kartoffel. Ist aber auch nicht schlecht. Meine Familie kommt mich regelmäßig besuchen, mein Vater ist ein großer Hexenmeister. Leider habe ich nicht die Begabung von ihm geerbt. Meine Mutter ist eine wunderschöne Kräuterhexe, die ab und zu auch als Model arbeitet, während meine Schwester Doremi mit ihren 10 Jahren noch zur Hexenschule geht. Wir entdecken unsere magischen Fähigkeiten schon als Babys nutzen diese aber eher unbewusst zum Beispiel, wenn wir weinen. Richtige Magie lernen wir aber erst, wenn wir mit 6 Jahren die Hexenschule besuchen.

Ich will gerade eine weitere Frage stellen, als mich Obini mit einem lauten, fordernden Maunzen unterbricht. Zusammen mit Bodo, sitzt er neben seinem leeren Futternapf und betteln sie mich gemeinsam um ein Leckerli an. Also gehe ich breit grinsend hinüber und stelle jedem ein Schälchen mit einem Leckerli vor die Nase. Zufrieden beugen sich beide über ihre Beute und ich kann mich wieder um mein Interview kümmern.

Entschuldige, aber mein Kater ist sehr verfressen und bei Besuch tut er gerne total arm“, schmunzle ich.
Aber sag mal wie ist den Bodo eigentlich entstanden und wie lange ist er denn schon bei dir? Und begleitet er dich überall hin?, neugierig blicke ich zwischen Bodo und ihr hin und her.
Ja, also die Sache mit Bodo war auch wieder so ein Gemüsezauberfehler. Eigentlich wollte ich eine leckere Kürbissuppe kochen und wendete einen „Aushöhlzauber“ an. Der ging mal wieder schief und erweckte den Kürbis zum Leben. Bodo ist sehr anhänglich und kommt eigentlich überall mit hin. Am liebsten fliegt er…. mittlerweile, aber am Anfang war das gar nicht so einfach mit ihm (lacht)

„Selena du beschreibst dich ja, gerne selbst, als schusselig. Was muss ich mir darunter vorstellen?“, frage ich schmunzelnd.
Meine ständigen Gemüsezauber-fehlschläge sind eigentlich der Grund dafür. Mein Vater lacht mich immer deswegen aus. Aber bisher ist noch nichts Schlimmes passiert. Einmal habe ich Zucchinis aus Mutters Garten zum Explodieren gebracht, aber die haben nur mich am Kopf erwischt. Wenigstens bin ich eine gute Kräuterhexe, wie meine Mutter(seufzt).

Selena wie kommst du denn mit deinen Kräften zu recht? Magst du es zaubern zu können oder wärst du lieber“, ich male mit meinen Händen Gänsefüßchen  in die Luft, „normal“.
Ich bin recht zufrieden so als Hexe lebt es sich gut. Aber manchmal frage ich mich, ob es nicht unfair ist, weil Menschen nur so kurz leben und wir so lange. Oftmals wünsche ich mir menschliche Freunde, aber wir Hexen leben sehr zurückgezogen, man soll uns nicht so leicht erkennen.  Ich würde gerne mal eine Menschen-Uni besuchen und schauen was die dort so lernen. Muss doch langweilig sein, wenn man nicht zaubern kann.

„Hast du manchmal Probleme mit Menschen, die auf dich oder besser gesagt deine Fähigkeiten negativ reagieren? Und wie reagieren die Menschen auf Bodo?“ Diese Frage hat mich seit ich mir Gedanken zum Thema gemacht habe immer am Meisten interessiert.
Für euch Menschen bin ich ein ganz normales Mädchen, nur die Hexen und Hexenmeister können mich und Bodo, so wie er ist erkennen. Aber zur Walpurgisnacht und zu Halloween dürfen wir uns unter euch mischen. Über Bodo hat mein Vater einen Zauber gelegt, der wirkt nur heute Abend nicht, sonst hättest du mir ja nie geglaubt (lacht). Tatsächlich siehst du sonst einen kleinen weißen Teetassenpudel. Menschen finden es ja seltsam, wenn man ständig eine Katze bei sich hat. Aber in meinen Kreisen lacht man schon über Bodo, was mir aber egal ist. Er ist mein Freund und ich mag ihn so wie er ist.

Liebe Selena vielen Dank, dass du mit mir so ungezwungen geplaudert hast, Es hat mir viel Spaß gemacht dich und Bodo näher kennen zu lernen. Ich hoffe ihr kommt uns mal wieder besuchen?“ Grinsend deute ich auf Obini und Bodo die sich zusammen auf Obis Lieblingsdecken gekuschelt haben.

„Gibt es etwas, dass du meinen Lesern noch sagen möchtest?“
Es hat mich sehr gefreut, dass ihr Menschen Interesse an uns Hexen habt, auch wenn ihr das morgen schon wieder alles vergessen habt. Mein Vater ist da immer sehr gründlich nachts eure Gedächtnisse zu löschen (lacht leise….auch mit deinem Tonband…hust). Nur dein Obi wird sich an Bodo und mich erinnern. Aber keine Angst, zu Halloween können wir uns wieder treffen.

Deinen Lesern möchte ich nur sagen: Bleibt so wie ihr seid, es ist überhaupt nicht schlimm, wenn ihr nicht alles könnt oder nicht perfekt seid. Wichtig ist nur das ihr zu euch steht und euch annimmt wie ihr seid. Dann könnt ihr alles schaffen, was ihr euch vorgenommen habt.

Interview mit Morna aus Einfach Zauberhaft. Die verhexten Zombie-karnickl von Lucia Moregan

Ich komme in dem kleinen Dorf an und sehe mich neugierig um. Die Hütten sind alle ähnlich gebaut und kreisförmig um den Dorfplatz angeordnet. Da mir aber die Hütte von Darach und Morna genau beschrieben wurde, gehe ich zielsicher darauf zu und klopfe an die Tür. Ob ich hier wirklich einer echten Hexe begegne?

Plötzlich öffnet ein kleines Mädchen mit braunen Locken die Tür und sieht mich stumm an. „Hallo, ich heiße Ingrid und suche Morna Mc Taggert. Wohnt sie hier?“ Die Kleine sieht mich mit großen Augen an und nickt nur, während aus der Hütter der Ruf einer Frau erklingt. „Ealasaid wer ist es denn?“ Ihrer Mutter vielleicht? Als das Mädchen immer noch nichts antwortet höre ich schnelle Schritte näher kommen.

Schon steht die Frau hinter ihr und legt dem Mädchen beruhigend eine Hand auf die Schulter. Die Frau ist etwas größer als ich und hat dunkelblonde, schulterlange Haare. Sie sieht sehr hübsch aus und jünger als ich gedacht habe. Mit einer hochgezogenen Augenbraue mustert sie mich aufmerksam. Ich hole tief Luft. „Guten Tag. Entschuldigen Sie die Störung. Mein Name ist Ingrid und ich suche Morna Mc Taggert. Ich habe schon so viele Geschichten über sie gehört und wollte nun wissen, ob sie mir vielleicht ein paar Fragen beantworten würden?“                   Unruhig knete ich meine Hände und warte mit gesenktem Blick auf eine Antwort.
Fragen? Was hat eine Fremde mir Fragen zu stellen? Aber na gut, du siehst harmlos und nett aus. Ich beantworte dir deine Fragen. Komm rein und setz dich. Unsre Hütte ist schlicht, aber du kannst dich vor dem Feuer wärmen.

„Ich danke Ihnen Frau Morna, dass sie sich wirklich die Zeit nehmen, um mir einige Fragen zu beantworten. Meine erste Frage ist die wahrscheinlich offensichtlichste. Sind sie schon mit magischen Fähigkeiten zur Welt gekommen oder entwickelten sie sich plötzlich?“                                                    Ich beuge mich zu Ihr vor und verschränke vor mir die Hände auf dem Tisch.
Die Gabe habe ich von meiner Mutter geerbt. Im Laufe der Zeit schulte ich sie immer mehr und ich denke, ich bin mittlerweile ganz gut darin.

„Kam das in ihrer Familie öfter vor oder hatten nur sie die Fähigkeit? Haben es ihre Kinder auch? Und wer half Ihnen beim Erkunden ihrer Kräfte?“.
Wie ich schon sagte, ich habe es von meiner Mutter geerbt. Sie hat mir dann auch viel beigebracht und mich ermutigt.
Es könnte schon sein, dass es einige der Kinder auch geerbt haben. Ich vermute ja, meine kleine Ealasaid hat eine gewisse Begabung dafür. Manchmal glaube ich, sie kann das Wetter beeinflussen. Immer, wenn sie wütend ist, ziehen finstere Wolken auf.

„Morna entschuldigen Sie meine Direktheit. Aber ist es für Sie und Ihre Familie nicht gefährlich, wenn man überall Geschichten von Ihnen und Ihren Kräften hört? Was wenn die Falschen auf Sie aufmerksam werden?“ Neugierig beuge ich mich wieder vor und sehe ihr fest in die Augen, Diese Frage habe ich mir schon mehrmals gestellt, seit ich die erste Geschichte über Sie und Ihre Begabung gehört habe.
Ha! Die sollen mir nur kommen! Mit denen werde ich schon fertig. Ich würde sie in warzige Kröten verwandeln. Keiner sollte sich mit einer Hexe anlegen.

„Wie gehen den die anderen Dorfbewohner mit Ihnen um. Werden Sie für Ihre Gabe geachtet oder haben die Menschen eher Angst vor Ihnen?“
Mit den meisten Dörflern komme ich gut zurecht. Dort drüben wohnt übrigens meine liebe Schwester Eibhlin. Und die Wenigen, die Ärger machen, bereuen das bald. Die haben danach einen großen Respekt vor mir! Áengus MacAsgaill habe ich mal einen Rattenschwanz angehext, zur Strafe, weil er sich an meinem Sohn vergriffen hat.

„Was würden Sie sich für die Zukunft wünschen? Oder für Ihre Kinder“
Ich will nur mein Leben in Frieden leben und meine Kinder aufwachsen sehen. Eines Tages werde ich ihnen mein Wissen weitergeben. Das Wichtigste für mich ist meine Familie!

„Da Sie eine Hexe sind, glauben Sie es gibt noch andere magische Wesen oder Menschen mit magischen Fähigkeiten?“
Das kann schon sein. Einer anderen Hexe, abgesehen von meiner verstorbenen Mutter, bin ich noch nicht begegnet, aber ich habe mein Dorf auch noch nie verlassen. Ich weiß jedenfalls, dass es ruhelose Seelen gibt … Die können immerhin durch Wände gehen.
Und da wären natürlich auch noch Feen. Jeder auf den Inseln weiß das. Denen sollte man aber besser aus dem Weg gehen. Davon kommt nichts Gutes!

„Ich danke Ihnen sehr, dass Sie sich heute Zeit für mich genommen haben und wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft. Würden Sie mir gerne noch etwas mit auf den Weg geben?“             Ich ergreife ihre Hand und schüttle sie.
Du solltest nicht allein reisen! Es sind gefährliche Zeiten. Hier, ich gebe dir diesen Talisman, er wird dich beschützen. Ich wünsche dir ein langes und gesundes Leben. Und nimm dich in Acht!