No Prblem, Sir! von Sven J. Olsson

Ich war mehr als gerührt als ich eines Tages eine Email von Sven J. Olsson erhielt und er mich fragte, ob ich denn vielleicht sein Buch über Indien rezensieren wollte.

Er hätte mitbekommen, dass ich ein riesiger Indienfan bin und hat mir sogar die gebundene Ausgabe geschickt. Ich habe vor Freude fast geweint. Ungelogen. Aber dank meinem persönlichen Desasters mit meiner vorigen Arbeitsstelle hatte ich aber eine Sperre an meinen Indienaufenthalt zurückzudenken. Daher dauerte es viel länger als ich wollte bis ich dieses wundervolle Buch entsprechend würdigen konnte.

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Das Buch startet zwar mit einem Vorwort, aber es ist das erste Kapitel das mich richtig fesselt. Ich tauche mit jedem weiteren Wort wieder mehr in meine Erinnerungen ein, denn auch mein Abenteuer begann am Indira Gandhi Airport. Man merkt einfach in jedem Satz, dass Sven dieses beeindruckende Land genauso liebt wie ich, obwohl er nicht blind gegenüber den Fehlern ist.

„Der Gang durch die Gassen jenseits der main road nimmt uns schlagartig für dieses Land ein. Brodelndes Leben, exotisch und fremd, aufregend bunt – wir können ums nicht satt sehen an dem Unbekannten.“

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Das nächste Kapitel widmet sich der indischen Zeitrechnung. Denn die obligatorischen „five minutes“ sind ein sehr denbahrer Begriff, das sich schier unendlich ausdehnen kann. Dies sind wir nun sogar nicht gewöhnt. Schließlich sind wir immer sehr um Pünktlichkeit bemüht.

Weiter geht es mit dem nächsten Kapitel, dass die Fahrt im Auto heißt. Dies ist in Indien wirklich ein Abenteuer. Es hält sich kaum einer an Verkehrsregeln, es wird gedrängelt, gehupt. Es ist laut, hektisch, Bürgersteige werden genauso zum Fahren genutzt wenn man nur weiterkommt. Habe ich schon erwähnt wie sehr ich Tuk Tuks liebe??

Nun lassen wir den Verkehr hinter uns und wenden uns dem nächsten Kapitel zu. Dort beschäftigt sich Sven mit dem Diwali Fest, dass in Indien Ende Oktober gefeiert wird. Es dauert fünf Tage und wird mit Weihnachten verglichen. Es werden Lichterketten, Lichtervorhänge oder Blumenketten aufgehängt und Geschenke verschenkt. Abends  ähnelt es aber eher Silvester denn es werden Böller und Raketen ohne unterlass abgefeuert.

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Die nächsten beiden Kapitel auf die ich wieder näher eingehen will sind Old Dehli und Chandni Chowk. Ich muss sagen Sven beschreibt es in seinem Buch sehr treffend: Alles sei „extremer“. Das ist es. Die Enge, der Dreck, das Chaos, das Elend vermischt sich vor deinem Auge zum eine Kaleidoskop an Eindrücken und Farben die man kaum schnell genug erfassen kann. Trotzdem habe ich es geliebt durch die verschiedenen Märkte zu schlendern, nachdem ich der „Todesfahrt durch den Markt“ mit der Rikscha entkommen war. Das Chandni Chowk war früher eine opulente Allee und dort waren die schönsten Häuser angesiedelt. Leider sieht man, dass die Zeit mehr und mehr ihre Spuren hinterlässt.

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Ein Kapitel, dass mich sehr zum Lachen gebracht hat, war Mein Kulturschock. Für mich war definitiv mein Kulturschock, dass die Inder überall einfach ihren Müll fallen lassen und es nicht für nötig befinden ihn in einen Mülleimer zu räumen. Für Sven war es etwas ganz anderes.  Bei ihm war es das andauernde und penetrante Gehupe. Er beschreibt es wirklich sehr treffend. Ich konnte kaum aufhören zu lachen…

“Die indische Hupe ist die Fanfare der Egozentrik. Ich hupe, also bin ich. Und jeder ist. Mit jedem Hupen erneut.“

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Im Kapitel Wohnen im nichts begleiten wir Sven nach Kerala. Dort sind die Häuser bonbonfarben. Natürlich verzögerte sich der Einzug, um einen Tag. Danach dauert es immer noch eine „indische halbe Stunde“ bis sie ins Haus können. Im Bad fehlt trotzdem noch eine Fensterscheibe, der Boiler funktioniert nicht und die Wasserhähne tropften. Dies wurde erst am nächsten Nachmittag erledigt. Hier kommt wieder die indische Zeitrechnung zum Tragen die Sven bereits erwähnt hat.

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In dem Kapitel Tiger, Tiger in the night geht es für Sven nach Ramnagar, den ältesten Nationalpark in Indien. Dort will er auch, wie ich in Rathambore, Tiger beobachten. Der Weg zum Park gestaltet sich jedoch wieder recht schwierig, da Sven und seine Begleitung denkt sie finden den Weg auch allein. Weil 100 Rupien damit sie hingebracht werden ist doch überzogen.

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Diese Buch hat wirklich viele, viele tolle Geschichten aus dem täglichen Alltag eingefangen und ich kann es jedem nur empfehlen der Land, Leute und Denkweise besser kennenlernen möchte. Ich liebe dieses Land unheimlich und Sven schafft es mir immer wieder ein wehmütiges hach zu entlocken…

Daher kann ich nicht anders als 👑👑👑👑👑 von 5 Krönchen zu vergeben

 

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