#lookbackmonday Als sich mein größter Traum erfüllte

Wie schön, dass ihr heute auf meinem #lookbackmonday mitkommt. Ich will euch heute von meinem bisher größten Abenteuer erzählen. Zugleich habe ich mir damit einen langjährigen Traum erfüllt, aber der Reihe nach.

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Wie ihr vielleicht tat ich mich mit der Anpassung an die Hauptschule schwer. Ich war nicht sportlich genug, war zu weichherzig, trug die falschen Klamotten, kannte keine der coolen Bands… Ihr wisst was das heißt. Ich war das gefundene Fressen, um das Opfer gezielter Attacken zu werden. Ich hatte zwar Freunde, aber trotz allem niemand der mich vor dem täglichen Ausmaß an Graumsamkeit bewart hätte. Aber ich konnte mit Hilfe meiner besten Freunde der Bücher an einen besseren Ort flüchten. Irgendwann gelangte Schatten über dem Mond in meine Hände und natürlich las ich es.

Klappentext: Geboren in der Gluthizte Indiens,verschlägt es die junge Winter de Ballesteros nach England. Familiäre
Interessen verurteilen sie dazu, einen Mann zu heiraten, der ihr schon
äußerlich tief zuwider ist. Als Brautwerber kommt der junge Offizier Alex
Randall nach England, um Winter auf der beschwerlichen Seereise nach Indien zu
begleiten und sie dort dem durchtriebenen und moralisch verkommenen Conway Barton
in die Arme zu führen. Für Randall wird dies die schwerste Aufgabe seines
Lebens. Zwischen Winter und Alex keimt aus tiefer Zuneigung eine zarte Liebe,
der alle Mächte des Schicksals entgegenstehen. Denn blindwütig und
rücksichtslos verfolgt Conway Barton seinen Plan, mit Winter de Ballesteros
auch deren Vermögen an sich zu reißen.

In diese bewegenden Schicksalswege greift auch die Politik in Gestalt des
Kishan Prahad ein. Dieser von Geheimnissen umgebener Inder entfesselt den
blutigsten Brand europäischer Kolonialgeschichte: den Aufstand der
Sepoy-Soldaten in Britisch-Indien.Wie Stürme brausen diese Feuersäulen einer mörderischen Zeit über den indischen Subkontinenten und drohen, die Liebe zwischen Winter und Alex zu vernichten…
.

Und verliebte mich rettungslos und unwiederbringlich in diesen fremden Kontinent und seiner noch fremderen Kultur.  Ich habe alles darüber gelesen was es zu lesen gab. Romane, Biografien, Sachbücher. Und in mir reifte ein Wunsch. Dieses Land irgendwann selbst mit eigenen Augen zu erforschen.

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Also buchten mein Freund und ich bei der Enchanting Travels Agentur eine Reise. Wir wollten das wirkliche Indien erleben und verstehen. Daher machten wir uns mit einem Reiseführer, der in jeder Ortschaft wechselte und einem Fahrer auf den Weg. Die Reise wurde nach unseren Bedürfnissen und Wünschen individuell zusammengestellt. Die Beratung und die Organisation waren top und wir würden jederzeit wieder dort buchen.

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https://www.enchantingtravels.de

Am 26. September 2016 war es dann soweit und wir kamen um 23 Uhr am Indira Gandhi Dlughafen an. Dort wurden wir nach einer ewig erscheinenden Wartezeit schon von einem Fahrer und Guide der Agentur erwartet und zum Hotel gebracht. In der Früh lernten wir Sneha Gosh kennen. Sie überreichte uns ein Willkommensgeschenk und gab uns eine Mappe mit dem Reiseverlauf, den Hotelinformationen und wunderschönen Postkarten.

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Das Frühstück ist in Indien sehr üppig und Kohlenhydrate lastig. Meine Lieblingsspeise war ein Omlette mit Kartoffel und Paneer (indischer Käse) gefüllt. Andi (mein Freund) liebte das Bananenbrot mit Marmelade. Außerdem lernten wir schnell, das Chai nicht gleich Chai war 😜. Als erstes führte uns unser Weg nach Old Dehli zu einer Städtführung inklusive Rikschafahrt durch die Basargassen des Chandni Chok. Und ich kann euch sagen, ich dachte ich müsste sterben. Entweder aus Scham, weil der kleine dünne Mann uns fette Europäer  rumkutschieren musste oder weil er in dem Gedränge so eng fuhr… Natürlich besuchten wir auch das rote Fort und die größte Moschee des Landes Jama Masjid. Aber am schönsten fand ich das Grabmal des Humayun. Es bildete einen krönenden Abschluss eines wundervollen ersten Tages.

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Am zweiten Tag wurden wir zum Bahnhof gebracht und fuhren mit dem Zug (erster Klasse) nach Rishikesch. Dort wurden wir wieder erwartet und zum Hotel gebracht. In Rishikesch findet jährlich ein riesiger Yogakongress statt wo Menschen aus allen Ländern der Welt teilnahmen. Hier stand die Religion im Vordergrund. Wir besuchten einen Tempel im Himalaya names Visishta Gufta und besuchten den Markt in Rishikesch. Wir gingen auch über die Ram Jhula – eine Hängebrücke über den Ganges, die ein Nachbau der Laksan Jhula. Abends besuchten wir eine Atari bei Sonnenuntergang in einem Ashram. Es hat einen beleihenden Eindruck hinterlassen, dieser Zeremonie beizuwohnen.

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Am dritten Tag fuhren wir weiter nach Haridwars, dass zwar nicht so bekannt ist wie Varanassi, aber ähnlich heilig ist. Hier bekamen wir neben weiteren religiösen Einblicken auch Einblicke in das Leben eine Hinduistischen Mittelklassefamilie. Wir hatten auch Gelegenheit mit ihnen zu kochen. Und zwar Chai Masala, Reis und Chicken Masala. Es war wirklich spannend mehr über Gebräuche und Gewohnheiten zu erfahren. Abends nahmen wir wieder an einer Aarti-Zeremonie am berühmten Har Ki Pauri Ghat am Ufer des Ganges teil. Hierher kamen die Inder aus dem ganzen Land und viele wollten sich mit uns fotografieren lassen, weil sie noch nie einen Europärer gesehen haben.

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Dann fuhren wir am nächsten Tag nach Jaipur, dass wirklich nicht umsonst die rosarote Stadt genannt wird. Dort war es wieder sehr touristisch, weil wir natürlich das Amber Fort, den Hawa Mahal – Palast der Winde und den Stadtpalast besichtigten. Außerdem besuchten wir das weltgrößte Observatorium Jantar Mantar und das Anokhi Museum (Textildruck).

Als wir am nächsten Tag nach Rathambore aufbrachen war ich wirklich aufgeregt. Ob wir wohl Glück hätten und auf einen der Safaris durch den Nationalpark Tiger sehen würden? Der Nationalpark ist im Sawai Madhopur Distrikt (in Rajasthan) und 130 km von Jaipur entfernt. Der Park hat eine Gesamtgröße von 390 km2 und ist in Sektoren aufgeteilt. Es ist sehr genau aufgeteilt in welchem Sektor sich wieviele Jeeps, Busse usw mit Touristen aufhalten dürfen. Dies wechselt auch über den Tag verteilt.

Wie ihr seht hatten wir Glück und haben bei zwei verschiedenen Safaris zwei Tiger in freier Wildbahn gesehen. Es war einer der schönsten Momente in meinem Leben und hat mich nachhaltig berührt.

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Am nächsten Tag stand dann noch das letzte Highlight unserer Reise an. Wir besuchten Agra mit seinen drei grandiosen Monumenten: Dem Taj Mahal, dem Agra Fort und dem Fatehpur Sikri. Das Taj Mahal haben wir bei Sonnenuntergang gesehen und ich kann euch nur sagen, die Fotos fangen nicht einmal die Hälfte der Schönheit dieses Gebäudes ein. Leider war das auch der letzte Tag unserer Reise angebrochen. Am nächsten Tag fuhren wir wieder retour nach Delhi und zum Flughafen…

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Allgemein möchte ich euch noch sagen, dass wir wirklich nur nette und respektvolle Leute getroffen habe. Manche haben uns zwar berührt, aber nur aufgrund unserer Hautfarbe und nicht weil sie mich betatschen wollten. Die Inder sagen aber auch, dass bei ihnen kein Billigtourismus möglich ist. Dies würde sie von Thailand, Kambodscha oder Vietnam unterscheiden. Denn wenn man zb bei der Übernachtung nicht auf Mittelklassehotels achtet, landet man in schlechten Gegenden wo viele ungebildete und unkultivierte Gegenden die zb einen Slum ähneln. Und dort sollte man als Europäer auch nicht allein hineingehen. Das einzige das mir in Indien nicht gefallen hat war, dass die Inder ihren Müll einfach überall am Boden hinschmeißen und nirgends ein Müllkübel aufgestellt ist.

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